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Forschung: Schöner Karriereknick?

Attraktive Wissenschaftler werden als weniger kompetent eingeschätzt, zeigt eine Studie

Attraktiv, hip und sportlich. Gutes Aussehen kann im Job die Karrierechancen verbessern. In der Forschung ist das eher seltener der Fall. Denn gut aussehende Wissenschaftler werden als weniger kompetent wahrgenommen. Das ergab eine Studie, die an den Universitäten Cambridge und Essex ­(Groß­britannien) durchgeführt wurde. War ein Forscher attraktiv, interessierten sich die Testpersonen zwar mehr für seine Arbeit, doch hielten sie diese fachlich für weniger hochwertig.

15.09.2017, Bildnachweis: istock/Yuri Arcurs


Vorsätze: Übertriebene Selbstkontrolle

Ein Test zeigte: Wer sich sehr viel vornimmt, scheitert besonders leicht

Ab morgen hab ich mich voll im Griff: Süßes ist tabu, und abends mache ich die Steuer­erklärung. Psychologen raten von solchen radikalen Vorsätzen ab. Wer sich vornimmt, ­sämt­lichen Versu­chun­gen und Ablenkungen zu widerstehen, erreicht meist das Gegenteil. Das ­berichten Wissenschaftler im Fachblatt Persona­lity and ­Social Psychology Bulletin. Testpersonen ­­scheiterten ­besonders oft daran, unangenehme Aufgaben zu erledigen, wenn sie sich vornahmen, absolut konzentriert und fokussiert zu sein.

14.09.2017, Bildnachweis: istock/courtyardpix


Epilepsie: Mehr Anfälle bei Tiefdruck

Das Wetter hat einen Einfluss auf das Anfallrisiko, fanden Forscher heraus

Was viele Epilepsie-Patienten aus Erfahrung kennen, bestätigen jetzt Neurologen des Uniklinikums Jena in einer Studie mit 604 Betroffenen: Je niedriger der Luftdruck, umso höher ist am nächsten Tag das Anfallrisiko. Auch bei hoher Luftfeuchtigkeit steigt es. Sommerliche Temperaturen wirken sich dagegen günstig aus. Das berichten die Mediziner im Fachblatt Epilepsia.

13.09.2017, Bildnachweis: istock/naumoid


Ernährung: Fisch gegen Rheuma

Wer regelmäßig Fisch isst, kann damit Gelenkentzündungen positiv beeinflussen. Das zeigt eine Studie

Zweimal pro Woche Fisch: Diese gängige Empfehlung sollten vor allem Patienten mit rheuma­toider Arthritis beherzigen. Zumindest weist eine Studie darauf hin, dass der regelmäßige Verzehr von fettem Seefisch wie Thunfisch, Lachs oder Sar­dinen die Symptome lindert. Wie Rheumatologen aus Boston (USA) im Fachblatt Arthritis Care and Research schreiben, war die Gelenkentzündung bei Patienten, die zweimal pro Woche Fisch aßen, ­weniger aktiv als bei Fisch-Abstinenz­lern. Je mehr davon auf den Teller kam, umso geringer die Krankheitsaktivität.

12.09.2017, Bildnachweis: istock/flyfloor


Gesundheit: Frag mal das Internet!

Viele informieren sich im Netz, bevor sie den Arzt aufsuchen. Die meisten Mediziner befürworten das, ergab eine Umfrage

Vor dem Arztbesuch schon im Internet recherchiert, wo es zwickt? Informierte Patienten sind nicht nervig. Im Gegenteil: 68 Prozent der Mediziner finden es gut, wenn sich ihre Patienten im Netz schlaugemacht haben, auch wenn sie immer wieder Fehldiagnosen richtigstellen müssen. Das ergab eine Um­frage des Ärztenachrichtendiensts in Hamburg. Einen Arzt ersetzt das Internet eben nicht.

 
11.09.2017, Bildnachweis: istock/Geber86


Muskelkrämpfe: Dehnen hilft

Wer betroffene Muskelpartien regelmäßig dehnt, senkt sein Risiko für wiederholte Muskelkrämpfe

Egal ob beim Sport oder mitten in der Nacht im Bett – wenn sich Muskeln plötzlich verkrampfen, tut das höllisch weh. Ab 65 Jahren treten solche Krämpfe häufiger auf, aber auch jüngere Menschen leiden darunter. Bestes Gegenmittel? Dehnen. Das rät die aktualisierte Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Neurologie. Es vertreibt den Schmerz nicht nur im Akutfall. Wer unter nächtlichen Krämpfen leidet, sollte die betroffenen Muskelpartien regelmäßig dehnen, um die Anfälligkeit für Krämpfe zu reduzieren. Bei einem Wadenkrampf beispiels­weise hilft es, das Bein auszustrecken und sanft die Fußspitzen zum Körper hin­zuziehen. Immer wiederkehrende Krämpfe muss der Arzt abklären. Er kann gegebenenfalls ein Medikament verordnen.

09.09.2017, Bildnachweis: istock/Yobro10


Alkohol: Getrübter Geist

Auch geringe Mengen Alkohol bleiben womöglich nicht ohne Folgen für das Gehirn. Das zeigt eine Langzeitstudie

Selbst moderate Mengen Alkohol können auf Dauer dem Gehirn schaden. Das ergab eine im British Medical Journal veröffentlichte Langzeitstudie von 30 Jahren Dauer. Bereits fünf Halbe Bier oder fünf "Viertele" Wein pro Woche beeinträchtigen das Sprachvermögen und verkleinernden Hippocampus, eine Hirnregion, die für das Lernen und das Gedächtnis wichtig ist. Die Mengen entsprechen der für Männer geltenden Obergrenze. Frauen sollten höchstens die Hälfte trinken.

08.09.2017, Bildnachweis: istock/kiyanochka


Medikamente: Einfacher Name, höhere Dosis

Trägt das Arzneimittel einen schwierigen Namen, wählen Patienten eine niedrigere Dosis aus. Das zeigte ein Experiment

Cytrigmcmium, Nxungzictrop, Ribozoxtlitp: Wenn der Name eines Medikaments kompliziert klingt, dosieren Patienten es niedriger als Arzneien mit einfacheren Bezeichnungen. Das zeigten Psychologinnen aus Köln und Ohio (USA) mit Experimenten, bei denen die Teilnehmer festlegen sollten, welche Menge eines fiktiven Medikaments mit Fantasienamen sie sich selbst oder einem Kind verabreichen würden. Veröffentlicht wurde die Studie in dem Fachmagazin Journal of Experimental Psychology: Applied.

07.09.2017, Bildnachweis: istock/angiii


Autofahren: Telefonieren lenkt ab

Auch mit Freisprechanlage stört ein Telefonat im Auto die Konzentration

Das Telefonieren beim Autofahren macht unaufmerksam, auch wenn man sich dabei korrekt verhält und eine Freisprechanlage benutzt. Das fanden Forscher der Universität von Iowa (USA) heraus. Freiwillige sollten dazu während einer simulierten Autofahrt Fragen beantworten. Sie brauchten im Schnitt doppelt so lange, um ihre Augen auf neu eingeblendete Gegenstände zu richten, wie Teilnehmer, die nicht durch Fragen abgelenkt waren.

06.09.2017, Bildnachweis: istock/Anetlanda


Rauchen: Gefährliche „Light-Zigaretten“

Rauchen erhöht das Krebsrisiko – das gilt wohl auch für sogenannte Light-Zigaretten

Von wegen weniger schädlich: Forscher der Ohio State University (USA) gehen davon aus, dass das Rauchen von Light-Zigaretten zum Anstieg eines Lungenkrebstyps (Adenokarzinom) geführt hat. Ihre Auswertung von mehr als 3000 Studien im Journal of the National Cancer Institute zeigt einen starken Hinweis auf diesen Zusammenhang.

05.09.2017, Bildnachweis: istock/Rob Ellis


Konzentration: Mit kühlem Kopf

Schon das Abkühlen in Gedanken kann die Konzentration steigern

Gerade im Hochsommer lohnt es sich, einen kühlen Kopf zu bewahren. Das konnten Psychologen der Ben-Gurion-Universität (Israel) anhand zweier Experimente mit 87 Studenten zeigen. Testpersonen, die zuvor einem Kälte­­reiz ausgesetzt waren, schnitten bei Konzentrationstests deutlich besser ab als ohne diese Prozedur. Erstaunlicherweise hatte der Anblick einer Winterlandschaft den gleichen Effekt: Die Betrachter konnten ihre Gedanken besser fokussieren als Studenten, die eine sonnige Szene angeschaut hatten. Offenbar hat die Vorstellungskraft ebenfalls Einfluss auf das Konzentrationsvermögen. Die Studien erschienen im Fachmagazin Psychological Research.

24.07.2017, Bildnachweis: iStock/Nastia11


Gehirn: Tagträume machen klüger

Lassen Sie Ihren Gedanken freien Lauf – das schult die Konzentration, sagen Wissenschaftler

Verträumte Menschen gelten als wenig lebenstüchtig. Zu Unrecht, wie Forscher des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig und an der Universität York (England) herausfanden. Gehirnscans zeigten: Wer seinen Gedanken öfter bewusst freien Lauf lässt, schult damit seine Konzentration. Tagträume können zudem als eine Art Probebühne dienen, um zukünf­tige Ereignisse durchzuspielen oder aktuelle Probleme zu lösen, berichten die Wissenschaftler im Fachblatt Neuroimage.

22.07.2017, Bildnachweis: iStock/Nastia11


Kochen: Gesünder per Buch

Suchen Sie im Internet oder in Kochbüchern nach Rezepten? Forscher sagen: Letzteres ist gesünder

Blättern lohnt sich: Wer sich bei der Suche nach Rezeptideen von Kochbüchern ­inspirieren lässt, isst im Schnitt gesünder als jemand, der im Internet nach Anregungen sucht. Zu diesem Ergebnis kamen Forscher der Universitäten in Regensburg, Wien und ­Newcastle (England), indem sie ein Jahr lang Hunderttausende Rezepte aus populären Kochportalen und -büchern verglichen. Die WHO-Empfehlungen für Nährwerte wie Fett und Ballaststoffe wurden online nur sehr selten berücksichtigt.

21.07.2017, Bildnachweis: iStock/ariwasabi


Zöliakie: Viren unter Verdacht

Viele Getreidesorten enthalten Gluten, das manche Menschen nicht vertragen. Möglicherweise spielen bestimmte Viren als Auslöser eine Rolle

Etwa ein Prozent der Bevölkerung leidet unter Glutenunverträglichkeit, auch Zöliakie genannt. Das in vielen Getreidesorten enthaltene Klebereiweiß führt dann zu Bauchschmerzen bis hin zu chronischen Darmentzündungen. Bei Zöliakie handelt es sich um eine Autoimmun­erkran­kung, die nicht heilbar ist. Bisher hatte man vor allem Erbanlagen als Ursache im Blick.
Jetzt entdeckten Forscher aus Chicago und Pittsburgh (USA), dass auch Umweltfaktoren eine Rolle spielen. Womöglich kann eine Infektion mit eigentlich harmlosen Reoviren die Krankheit auslösen und verstärken. Bestätigt sich das, ließe sich Zöliakie vielleicht eines Tages durch eine Impfung gegen Reoviren verhindern. Die Wissenschaftler veröffentlichten ihre Ergebnisse im Fachblatt Science.

20.07.2017, Bildnachweis: Thinkstock/iStockphoto


Psyche: Antidepressiva gezielter verordnen

Mittel gegen psychische Beschwerden schlagen oft nicht an. Wissenschaftler versuchen, anhand von Bluttests zu erkennen, ob ein Patient auf die Arznei anspricht

Bei etwa einem Drittel aller Patienten mit Depressionen schlägt das erste verordnete Medikament nicht an. ­Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie haben jetzt bestimmte Merkmale im Blut identifiziert, die Vorhersagen zur Wirkung von Antidepressiva ermöglichen sollen. Anhand von Blutproben konnten sie er­kennen, ob die Patienten auf die Behandlung mit dem Wirkstoff Paroxetin ansprechen. Die Forscher hoffen, dass ihre Ergebnisse die Therapie schwer behandelbarer Depressionen verbessern.

19.07.2017, Bildnachweis: iStock/laflor


Kaffee: Schützt Espresso vor Krebs?

Manche lieben es, nach dem Essen eine Tasse Espresso zu trinken. Männer können damit womöglich sogar ihr Risiko für Prostatakrebs senken

Gute Nachricht für die Fans von Espresso: Wer täglich mehr als drei Tassen davon trinkt, hat offenbar nur ein halb so hohes Risiko für Prostatakrebs wie die Freunde von Filter­kaffee. Das schreiben Forscher nach vierjähriger Beobachtung von 7000 Italienern im International Journal of Cancer. Mögliche Erklärung: Durch den Druck und die hohe Temperatur gelangen beim Zubereiten mehr krebshemmende Substanzen in das Getränk.

18.07.2017, Bildnachweis: Thinkstock/istock


Waldluft: Tief einatmen

Wer Haut- oder Atemwegsprobleme hat, dem tut ein Spaziergang im Wald gut. Die Luft ist feucht und reich an Sauerstoff – eine Wohltat für Körper und Geist

Waldluft ist reich an Sauerstoff und Feuchtigkeit – für Patienten mit Haut- und Atemwegserkrankungen eine Wohltat. In Heringsdorf auf der Insel Usedom entstand nun Deutschlands erster Kur- und Heilwald. Auf Rundwegen können die Besucher Pflanzen, Gerüche und Geräusche des Waldes erleben oder Körper- und Meditationsübungen machen. Das soll Stress ­abbauen, entspannen und das Immunsystem stärken.

17.07.2017, Bildnachweis: istock/stockfotoart


Krebsrisiko: Radfahren ist gesund

Wer mit dem Rad zur Arbeit fährt, stirbt seltener an Krebs

Menschen, die mit dem Rad zur Arbeit fahren, haben offenbar ein um 40 Prozent geringeres Risiko, an Krebs zu sterben. Das ergab eine Studie mit 263 450 Teilnehmern, veröffentlicht im Fachblatt British Medical Journal. Ob das Radeln allein diesen Effekt hat, kann die ­Untersuchung nicht beantworten. Es könnte auch sein, dass Menschen, die viel mit dem Rad unterwegs sind, generell gesund leben. Dies senkt das Krebsrisiko ebenfalls deutlich.

15.07.2017, Bildnachweis: istock/sturti


Smartphones: Selfies machen unzufrieden

Sehen junge Frauen in sozialen Medien hübsche Bilder von ihren Freundinnen, finden sie sich selbst unattraktiver. Aber: Viele bearbeiten die Aufnahmen vorher

Die sorgfältig zusammengestellten Selbstporträts von Freundinnen auf Facebook lösen bei jungen Frauen mehr Unzufriedenheit mit ihrem Selbstbild aus als Fotos von Prominenten. Das fand die australische Wissenschaftlerin Dr. Jasmine Fardouly heraus. Ihre Studie mit 150 Teilnehmerinnen ergab: Durch den Vergleich mit ihresgleichen fühlten sich die jungen Frauen weniger attraktiv und zu dick. Gut zu wissen: 70 Prozent der Frauen zwischen 18 und 35 bearbeiten ihre Fotos, bevor sie diese online hochladen, wie eine US-Umfrage ergab.

14.07.2017, Bildnachweis: iStock / Dirima


Haarausfall: Freispruch für Testosteron

Ist wirklich das Sexualhormon schuld, wenn Männer lichteres Haar bekommen? Dem sind Forscher nachgegangen

Gehen Männern die Haare aus, stehen meist ihre Sexualhormone im Verdacht. Diesen hartnäckigen Mythos haben Forscher der Universitätsmedizin Greifswald nun mit einer der bislang größten Studien zu dem Thema untersucht. Sie werteten die Daten von 373 gesunden Männern für die Bevölkerungsstudie Ship-Trend aus. Dabei fanden sie keinen Zusammenhang zwischen den Hormonen Testosteron, Androstendion oder DHEAS und Haarausfall.

13.07.2017, Bildnachweis: Thinkstock/iStockphoto


Arzneimittel: Zeitverschiebung beachten

Treten Sie eine Fernreise an, kann die Zeitverschiebung Einfluss auf die Wirkung bestimmter Medikamente haben

Sie machen eine Fernreise und müssen regelmäßig Medikamente nehmen. Bei Flügen Richtung Osten verkürzt sich der Tag; geht es nach Westen, verlängert er sich. Diese Zeitverschiebung kann Einfluss auf die Wirkung und die Einnahme von Arzneimitteln haben.
Lassen Sie sich in der Apotheke beraten. Je nach Einnahme­rhythmus ergeben sich unterschiedliche Empfehlungen. Bei Arzneien, die dreimal täglich ­­genommen werden, ändert sich zum Beispiel gar nichts. Frauen, die mit einer Minipille verhüten, müssen sich unter Umständen einen Wecker stellen oder auf eine andere Methode umsteigen.

12.07.2017, Bildnachweis: istock/dell640


Süße Getränke: Von wegen Erfrischung

Zuckerhaltige Limonaden gelten als ungesund. Doch auch süßstoffhaltige sind nicht ohne, zeigt eine große Studie

Süße Getränke sind zwar sehr beliebt, aber nicht gesund. Der enthaltene Zucker fördert Karies und Übergewicht. Wird der Zucker durch künstlichen Süßstoff ersetzt, zeigt sich jedoch ein anderes Pro­blem. Diese ­Getränke scheinen mit einem erhöhten Risiko für Schlaganfall und Demenz ­einherzugehen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Auswertung von Daten der Framing­­­ham-Herzstudie, die im ­Fachmagazin Stroke veröffentlicht wurde.

11.07.2017, Bildnachweis: iStock/pjohnson1


Knie: Trainieren statt operieren

Experten raten inzwischen davon ab, eine Arthroskopie als Therapie bei Gelenkverschleiß einzusetzen

Lange war die therapeutische Arthroskopie ein gängiges Verfahren zur Behandlung von Verschleiß-Erkrankungen im Knie. Nun sprechen sich internationale Experten deutlich gegen den operativen Eingriff bei fast allen Problemen dieser Art aus. Eine bereits 2016 im British Medical Journal veröffentlichte Studie zeigte: Arthroskopie bei einem durch Verschleiß entstandenen Meniskusriss ist nicht ­besser als Physiotherapie.
Die Experten überprüften daher weitere Untersuchungen zum Nutzen der Arthroskopie bei Verschleiß mit verschie­denen Symptomen im Knie. Ergebnis: Das Verfahren lindert meist keine Schmerzen und bessert nicht die Beweglichkeit. Die therapeutische Arthroskopie bei Knie-­Arthrose wird in Deutschland von den Kassen­ seit Ende 2015 vielfach nicht mehr übernommen.

10.07.2017, Bildnachweis: Thinkstock/istock


Nachglühen: Sex wirkt 48 Stunden

Noch zwei Tage nach dem Sex sind die Partner zufriedener, sagen Psychologen

Die Stimmung ist grandios. Und hält nicht nur für wenige Momente. Noch zwei Tage später wirkt sich die körperliche Vereinigung günstig auf die Zufriedenheit beider Partner aus, wie Psychologen der Florida State Univer­­sity (USA) herausgefunden haben. Alter oder Geschlecht spielten keine Rolle. Das "sexuelle Nachglühen" stärkt die Beziehung zudem auch längerfristig, wie die Wissenschaftler im Fachblatt Psychological Science berichten. Wer grö­ßere Befriedigung empfand, beurteilte noch zwei bis vier Monate später ­­seine Beziehung als posi­ti­ver. Für ihre Studie analysierten die For­scher Daten von 200 frisch verheirateten Paaren.

08.07.2017, Bildnachweis: Thinkstock/Stockbyte


Attraktivität: Was die Wahl der Speise verrät

Welche Gerichte Männer und Frauen auswählen zeigt, wie anziehend sie ihr Gegenüber finden

Sie wollen wissen, ob Ihre Begleitung Sie für attraktiv hält? Dann schauen Sie ihr auf den Teller. Je anzie­hender Frauen einen Mann finden, desto eher bestellen sie bei der ersten Verabredung ein gesundes Gericht, wie der Psychologe Tobias Otterbring von der schwedischen Universität Karlstad im Fachmagazin Food ­Quality and Preference berichtet. Anders bei Männern: Sie bestellen in Begleitung einer schönen Frau vor allem teure Getränke und Speisen.

07.07.2017, Bildnachweis: istock/gilaxia


Schilddrüsentabletten: Lieber nicht mit Milch

Wer Schilddrüsenhormon mit Milch schluckt, riskiert Wirkungseinbußen

Das Schilddrüsenhormon Levothy­roxin sollte nicht zusammen mit Kuhmilch eingenommen werden. Das in der Milch enthaltene Kalzium verringert die Aufnahme des Hormons ins Blut, wie eine Studie von Deborah Chon an der Universität von Kalifornien in Los ­Angeles untermauert. Die Hersteller empfehlen, das Arzneimittel am besten auf nüchternen Magen und 30 bis 60 Minuten vor dem Essen oder der Einnahme weiterer Medikamente oder Vitamine zu schlucken.

06.07.2017, Bildnachweis: istock/gStockstudio


Frischluft: Fenster auf!

Regelmäßig lüften trotz Heuschnupfen? Ja, sagen Forscher

Wie lüftet man richtig? Diese Frage ist vor allem für Pollenallergiker wichtig. Denn Blütenstaub gelangt auch in geschlossene Räume – etwa mit der Kleidung. Ökoklima­to­logen der Technischen Universität München haben nun herausgefunden: Regel­mäßiges Stoß­lüften kann die Pollenkonzentration in Räumen um zwei Drittel reduzieren.

05.07.2017, Bildnachweis: istock/filadendron


Motivation: Laufen steckt an

Eine Untersuchung zeigt: Steigern Sportfreunde ihre Leistung, spornt das zu mehr Einsatz an

Sind die Freunde sportlich, profitiert offenbar auch die eigene Fitness: Das Phänomen der "sozialen Ansteckung" wirkt auch im Sport, fanden Forscher von der MIT Sloan School of Management in Cambridge, Massachusetts (USA), heraus. Sie hatten die Fitness-Tracker von einer Million Läufern ausgewertet. Diese messen Laufstrecke und -dauer, Geschwindigkeit und Kalorienverbrauch und leiten die Daten automatisch an befreundete Läufer im Netzwerk weiter. Individuelle Leistungssteigerungen hatten eine unmittelbare Wirkung auf andere Läufer – allerdings nur bei vergleichbarer Leistungsfähigkeit. Bei großen Differenzen war kaum eine "Ansteckung" messbar. Aktivere Sportler ließen sich zudem leichter von weniger aktiven beeinflussen als umgekehrt: Offenbar ist der Ansporn größer, wenn schwächere Läufer sich steigern.

04.07.2017, Bildnachweis: istock/Christopher Futcher


Parodontitis: Rheuma durch krankes Zahnfleisch?

Schlechte Mundhygiene erhöht das Risiko für Gelenkprobleme, vermuten Forscher

Die Entwicklung von Gelenkrheuma könnte zumindest in manchen Fällen mit einer Entzündung des Zahnfleischs zusammenhängen. Das vermuten Forscher der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore (USA). Hinweise darauf fanden sie bei der Untersuchung von gelagerten Proben. Ihren Befund beschreiben sie im Journal Science Translational Medicine: Ein Bakterium, das in fast zwei Drittel aller Fälle von Parodontitis gefunden wird, löst über einen Stoffwechselprozess die Entzündung der Gelenke aus und erhält sie aufrecht. Ein Zusammenhang von Rheuma und Zahnfleischentzündungen wird schon länger vermutet, konnte aber nie bewiesen werden. Die Forscher denken dennoch bereits an neue Ansätze für Vorbeugung und Therapie. Der einfachste wäre: gute Zahnhygiene.

03.07.2017, Bildnachweis: Thinkstock/Pixland


Gelenkknacken: Harmlose Fingergeräusche

Manche lieben es, die Fingergelenke knacken zu lassen. Forscher wollten wissen, ob sich das negativ auswirkt

Wer mit den Fingern knackt, schadet zumindest kurzfristig nicht den Gelenken. Zu diesem Ergebnis kommen kalifornische Forscher im Fachblatt Clinical Orthopedics and Related Research. Sie hatten 40 Freiwillige beim Auseinanderziehen ihrer Fingergelenke untersucht und nach Symptomen wie Schmerzen und eingeschränkter Beweglichkeit gefragt – ohne Auffälliges zu finden. Ob langfristig das Arthroserisiko steigt, bleibt allerdings ungewiss.

01.07.2017, Bildnachweis: Thinkstock/iStock


Schokolade: So schmilzt das Verlangen

Wer kann nach einem Stückchen Schokolade schon dem Rest der Tafel widerstehen? Forscher empfehlen einen Trick

Wenn es um Schokolade geht, ist jede Zurückhaltung schnell dahin. Nur ein klitzekleines Stück – ruckzuck ist die Tafel verschlungen. Es geht aber auch anders, wie Forscher der australischen Flinders University im Fachblatt Appetite zeigen. Der Trick: Steigt ein Schoko-Verlangen hoch, sofort in eine schöne Vorstellung flüchten. Zum Beispiel einen Spaziergang im Wald, samt der Geräusche und Gerüche. So kann man trainieren, der Versuchung zu widerstehen.

30.06.2017, Bildnachweis: Thinkstock/istock


Augentropfen: Nicht kühl anwenden

Manche Arzneien sollten kühl gelagert, vor dem Gebrauch jedoch auf Körper- oder Zimmertemperatur gebracht werden

Das kühl gelagerte Arzneimittel zur Anwendung am Auge oder das Insulin für Diabetiker ruft durch die niedrige Temperatur eine Reizung im Auge beziehungsweise an der Injektionsstelle hervor. Bei den Tropfen ist das ungünstig, weil der ausgelöste Tränenfluss das Präparat aus dem Sehorgan spült. Die Lösung: Augentropfen sollten Sie vor der Anwendung auf Körpertemperatur bringen, etwa in der Hand erwärmen. Der Hinweis "kühl lagern" bei Insulin bezieht sich aber nicht auf die Packung, die gerade in Gebrauch ist. Das angebrochene Insulin können Sie bei Raumtemperatur lagern. Nehmen Sie eine neue Ampulle immer rechtzeitig aus dem Kühlschrank.

28.06.2017, Bildnachweis: istock/ia 64


Zahnarzt: Schlechte Beratung über teure Extras?

Beim Thema Behandlungskosten fühlen sich viele Patienten nicht gut informiert. Das ergab eine Umfrage

Viele Kassenpatienten fühlen sich über kostenpflichtige Extras beim Zahnarzt schlecht aufgeklärt. Das ergab eine repräsentative Online-Umfrage im Auftrag der Verbraucherzentralen Nordrhein-Westfalen, Berlin und Rheinland-Pfalz. Ergebnis: Vier von zehn Interviewten wurden vorab nicht schriftlich über die Behandlungskosten informiert. Fast jeder Zweite hatte nicht – wie vorgeschrieben – eine Erklärung unterzeichnet, dass er die Kosten trägt. Gut ein Drittel war nicht ausreichend über etwaige Risiken aufgeklärt worden. Und mehr als ein Viertel bemängelte, vor der Therapie nicht über alternative Kassenleistungen informiert worden zu sein.

29.06.2017, Bildnachweis: Thinkstock/istockphoto


Leukämie: Erfolg bei Blutkrebs

Zur Behandlung der chronisch-myeloischen Leukämie berichten Wissenschaftler Positives

Die Therapie der chronisch-myeloischen Leukämie mit dem Medikament Imatinib ist auch langfristig wirksam und gut verträglich. Das berichten Forscher der Universität Jena im New England Journal of Medicine. 83 Prozent der Behandelten lebten noch zehn Jahre nach der Diagnose. Das sind fast ebenso viele wie im Bevölkerungsdurchschnitt. Bei einigen Patienten waren keine Anzeichen der Krebserkrankung nachweisbar.

27.06.2017, Bildnachweis: iStockphoto/gevende


Medikamente: Magenbeschwerden vermeiden

Manche Arzneimittel können auf den Magen schlagen. Was dann hilft

Ihr Medikament bereitet Ihnen Magenbeschwerden? Vor allem Antirheumatika, aber auch Eisenpräparate und manche Antibiotika können die Magenschleimhaut reizen. Die Lösung: Eisenpräparate oder Antirheumatika können Sie zu einer Mahlzeit nehmen statt auf nüchternen ­Magen. Aber Vorsicht: Bei manchen Antibiotika kann dies zum Wirk­verlust führen. Problematisch ist es auch, die Magen-Nebenwirkung durch säurebindende Mittel zu bekämpfen, denn diese blockieren bei vielen Antibiotika die Wirkung. Besprechen Sie die Gegenmaßnahmen daher auf alle Fälle in der Apotheke. Bei Antirheumatika kann der Arzt ein Mittel zum Magenschutz verordnen.

09.06.2017, Bildnachweis: istock/gStockstudio


Forschung: LED-Licht lässt Mücken kalt

Glühbirnen scheinen für Insekten anziehender zu sein als LED-Lampen, zeigt eine Studie

Im Vergleich zu anderen Leuchtmitteln sind LED-Lampen nicht nur sparsamer – sie ziehen auch weniger Stechmücken an. Das fanden Forscher der Universität Bristol (Großbritannien) heraus. Das Ergebnis ihrer Studie, die im Fachblatt Ecology and Evolution erschien, war eindeutig: 80 Prozent der Stechmücken umschwirrten Glühbirnen, 15 Prozent Energiesparlampen und nur zwei bis drei Prozent die LED. Erklärung: Glühbirnen locken die Blutsauger mit Wärme an, Energiesparlampen durch geringe Mengen UV-Licht.

08.06.2017, Bildnachweis: istock/Enola Brain


Schöne Lippen: Der perfekte Mund

Für ideale Lippen soll es eine Formel geben

Ist die Oberlippe nur halb so dick wie die Unterlippe, hat man den ideal geformten Mund. Zu diesem Ergebnis kommt eine im Journal JAMA Facial Plastic Surgery ver­öffentlichte Studie der Universität von Kalifornien (USA). Die Forscher zeigten 150 Probanden Fotos von Frauen weißer Hautfarbe mit computer­veränderten Lippenformen. Das Ergebnis: eine Definition schöner Lippen. Sie nehmen eine Fläche von exakt 9,6 Prozent im unteren Drittel des Gesichts ein und weisen ein Verhältnis von 1 zu 2 auf.

07.06.2017, Bildnachweis: Thinkstock/hemera


Konzentration: Musik lenkt Männer ab

Ob Musik die Aufmerksamkeit beeinträchtigt, scheint eine Frage des Geschlechts zu sein

Egal ob bei der Arbeit, beim Sport oder beim Lernen: Dank Smartphone ist Musik heute überall dabei. Aber stört sie nicht die Konzentration? Das wollten Forscher des Imperial College London herausfinden und kamen zu einem überraschenden Ergebnis: Männer lassen sich von Musik ablenken, Frauen nicht. Bei der Studie, die im Medical Journal of Australia erschien, machten 352 Teilnehmer ein Geschicklichkeitsspiel und hörten dabei Musik. Während Frauen konstant gleiche Ergebnisse erzielten, unterliefen den Männern häufiger Fehler.

06.06.2017, Bildnachweis: istock/Srdjan Pav


Gesünder essen: Fotos als Ernährungshilfe

Wer seine Speisen knipst, profitiert eventuell stärker von einer Ernährungsberatung

Wer sein Essen fotografiert, kann mehr erreichen, als andere in den sozialen Medien zu unter­halten. Solche Fotos könnten auch Ernährungs­beratern und Ärzten helfen, meinen Wissenschaftler der Oregon State University (USA) im Fachblatt Nutrients. Die sogenannte bildbasierte Ernäh­rungs­erhebung zeige klarer, was Herz-­Kreislauf- oder Diabetes-Patienten tatsächlich ­essen. Zudem würden sich die Patienten selbst mehr Gedanken über ihre Ernährung machen.

05.06.2017, Bildnachweis: iStock/skynesher


Starkes Kreuz: Rückentipps für den Haushalt

Bügeln, putzen, wischen kann auf den Rücken gehen. Mit ein paar Tricks schonen Sie Ihr Kreuz

1. Bügeln: Stehen Sie aufrecht mit geradem Rücken. Damit das Gewicht besser verteilt wird, empfiehlt sich eine breitbeinige Position. Das gilt auch beim Abwaschen.
2. Wischen: Beim Saubermachen mit Mopp, Schrubber oder Besen am besten eine Schrittstellung einnehmen. Das Gewicht möglichst oft von einem Bein auf das andere verlagern.
3. Putzen: Benutzen Sie ergonomische Haushaltshelfer, zum Beispiel Geräte mit Teleskop-Stiel beim Fensterputzen.
4. Heben: Wenn Sie schwere Lasten bewegen müssen, am besten erst mal Gewicht reduzieren. Also zum Beispiel den Wäschekorb nur zur Hälfte füllen. Mit beiden Armen nah am Körper tragen. Nicht auf dem Boden abstellen, sondern auf einem Stuhl. Beim Hochheben immer in die Hocke gehen.

03.06.2017, Bildnachweis: istock/andresr


Dosieraerosole: Richtig inhalieren

Werden Arzneimittelsprays falsch angewendet, passt die Wirkstoffdosis womöglich nicht mehr

Die korrekte Anwendung von Dosieraerosolen über­fordert viele Patienten. Häufiges Problem: die Koordination von Einatmen und Auslösen des Arzneimittelsprays. Fehler, die dabei gemacht werden, wirken sich besonders stark aus. Eine US-Studie, veröffentlicht im Journal of Aerosol Medicine und Pulmonary Drug Delivery, zeigt: Die Menge an Wirkstoff, die in der Lunge ankommt, schwankt um 23 Prozent. Patienten sollten sich regelmäßig von ihrem Apotheker die richtige Benutzung zeigen lassen, vor allem wenn sie ein neues Medikament bekommen haben.

02.06.2017, Bildnachweis: Thinkstock/Stockbyte


Urlaub Checkliste: Reiseapotheke

Welche Medikamente sollten Sie im Urlaub dabei haben? Wichtige Tipps finden Sie in der Checkliste Reiseapotheke der Apotheken Umschau

Krank am Strand? Keine schöne Vorstellung. Wer nichts dabei hat, muss dann Medikamente vor Ort kaufen. Doch wer versteht schon einen Beipackzettel auf ägyptisch oder portugiesisch? Deshalb ist es besser, die wichtigsten Arzneien und Verbandmaterialien von zu Hause mitzunehmen.
Was sollten Sie alles dabei haben? Die Checkliste: Reiseapotheke, die Sie auf dem Titel der aktuellen Apotheken Umschau finden, listet die wichtigsten Medikamente und Mittel zur Wundversorgung auf. Einfach abhaken – damit Sie nichts vergessen, und Fehlendes in der Apotheke besorgen. Auch unter au-checkliste.de gibt es die entsprechenden Infos.
Schönen Urlaub!

01.06.2017, Bildnachweis: W&B/Felix Schneider


Forschung: Warum wir kurzsichtig werden

Wissenschaftler haben neue Hinweise, wie Kurzsichtigkeit entsteht

Forscher aus Chicago (USA) haben Zellen entdeckt, die wohl ein altes Rätsel lösen: Sie regeln das Längenwachstum des Auges – das entscheidet darüber, ob ein Mensch kurzsichtig wird. Ist der Augapfel zu lang, liegt der Brechpunkt des Lichts vor der Netzhaut, es entsteht ein unschar­fes Bild. Der neu entdeckte Zelltyp reagiert empfindlich auf Licht. Das könnte erklären, warum Kinder, die viel im Freien sind, seltener kurzsichtig werden. Die Ergebnisse wurden im Fachblatt Current Biology veröffentlicht. Die Wissenschaftler versuchen nun, das für die Zellfunktion wichtige Gen zu finden, um damit ein Medikament gegen Kurzsichtigkeit zu entwickeln.

31.05.2017, Bildnachweis: istock/Pixelfit


Obst und Gemüse: Mehr hilft mehr

Täglich fünf Portionen Obst und Gemüse sollten wir der Gesundheit zuliebe essen. Noch besser wären zehn Portionen, zeigt eine neue Studie

Die empfohlene Tagesration Obst und Gemüse liegt bei fünf Portionen. Als wäre das für viele Menschen nicht bereits Herausforderung genug, ­liefert nun eine Studie aus Großbritannien einen neuen Hinweis: Zehn Portionen am Tag sollen die Gefahr für Herzinfarkt, Schlaganfall, Krebs und frühen Tod noch deutlicher verringern als fünf. Zehn Portionen entsprechen etwa 800 Gramm. Eine Portion sind zum Beispiel drei gehäufte Ess­löffel gekochtes Gemüse oder ein Apfel. Wie Wissenschaftler des Imperial College London im International Journal of Epidemio­logy schreiben, ließen sich auf diese Weise weltweit jedes Jahr schätzungsweise 7,8 Millionen vorzeitige Todesfälle verhindern.

30.05.2017, Bildnachweis: Thinkstock/iStockphoto


Hoher Blutdruck: Resistent ist oft der Patient

Bessert sich der Blutdruck trotz Medikamenten nicht, kann das eine einfache Ursache haben

Lassen sich hohe Blutdruckwerte trotz medikamentöser Behandlung nicht senken, so liegt das häufig an mangelnder Therapietreue der Patienten, berichten Forscher um Dr. Peter Blankestijn vom Univer­sity Me­dical Center Utrecht (Niederlande) im Fachmagazin ­Hypertension. Rund 60 Prozent nahmen ihre Medikamente nicht wie ärztlich verordnet ein. Und 20 Prozent schluckten kein einziges ­davon. Nur einer von fünf Patienten war also tatsächlich ­medikamentös schlecht behandelbar, obwohl Ärzte bei allen 139 Studienteilnehmern eine sogenannte Therapieresistenz diagnostiziert hatten. Patienten, die bestimmte Präparate nicht einnehmen wollen, sollten sich gemeinsam mit dem Arzt Alternativen über­legen. Meist können Wirkstoffe und Dosierungen gefunden werden, um Bluthochdruck erfolgreich zu behandeln, bilanziert Blankestijn seine Ergebnisse.

29.05.2017, Bildnachweis: istock/Andrej Popov


Abgase: Schädlicher Feinstaub

Ein Laborexperiment zeigt, dass Feinstaubpartikel bestimmte Krankheitserreger reaktivieren können – zum Beispiel das Epstein-Barr-Virus

Abgase schaden unserer Gesundheit auf vielfältige Art. Forscher des Helmholtz-Zentrums in München haben jetzt einen weiteren Effekt entdeckt. Im Labor­versuch fanden sie heraus, dass Feinstaub-Partikel ruhende Erreger reaktivieren können – etwa Herpes- oder Epstein-Barr-Viren. Ähnliche Zusammenhänge könnten auch für Menschen gelten, vermuten die Forscher im Fachjournal Particle and Fibre Toxicology. Sie hatten unter anderem menschliche Lungenzellen untersucht.

26.04.2017, Bildnachweis: Thinkstock/iStockphoto


Weihnachtsaktion

Sie sind auf der Suche nach einem passenden Weihnachtsgeschenk, einer Überraschung zum Nikolaus oder möchten sich gerne mal wieder selber verwöhnen?

Dann kommen Sie vorbei. Wir beraten Sie gerne.