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Forschung: Schöner Karriereknick?

Attraktive Wissenschaftler werden als weniger kompetent eingeschätzt, zeigt eine Studie

Attraktiv, hip und sportlich. Gutes Aussehen kann im Job die Karrierechancen verbessern. In der Forschung ist das eher seltener der Fall. Denn gut aussehende Wissenschaftler werden als weniger kompetent wahrgenommen. Das ergab eine Studie, die an den Universitäten Cambridge und Essex ­(Groß­britannien) durchgeführt wurde. War ein Forscher attraktiv, interessierten sich die Testpersonen zwar mehr für seine Arbeit, doch hielten sie diese fachlich für weniger hochwertig.

15.09.2017, Bildnachweis: istock/Yuri Arcurs


Vorsätze: Übertriebene Selbstkontrolle

Ein Test zeigte: Wer sich sehr viel vornimmt, scheitert besonders leicht

Ab morgen hab ich mich voll im Griff: Süßes ist tabu, und abends mache ich die Steuer­erklärung. Psychologen raten von solchen radikalen Vorsätzen ab. Wer sich vornimmt, ­sämt­lichen Versu­chun­gen und Ablenkungen zu widerstehen, erreicht meist das Gegenteil. Das ­berichten Wissenschaftler im Fachblatt Persona­lity and ­Social Psychology Bulletin. Testpersonen ­­scheiterten ­besonders oft daran, unangenehme Aufgaben zu erledigen, wenn sie sich vornahmen, absolut konzentriert und fokussiert zu sein.

14.09.2017, Bildnachweis: istock/courtyardpix


Epilepsie: Mehr Anfälle bei Tiefdruck

Das Wetter hat einen Einfluss auf das Anfallrisiko, fanden Forscher heraus

Was viele Epilepsie-Patienten aus Erfahrung kennen, bestätigen jetzt Neurologen des Uniklinikums Jena in einer Studie mit 604 Betroffenen: Je niedriger der Luftdruck, umso höher ist am nächsten Tag das Anfallrisiko. Auch bei hoher Luftfeuchtigkeit steigt es. Sommerliche Temperaturen wirken sich dagegen günstig aus. Das berichten die Mediziner im Fachblatt Epilepsia.

13.09.2017, Bildnachweis: istock/naumoid


Ernährung: Fisch gegen Rheuma

Wer regelmäßig Fisch isst, kann damit Gelenkentzündungen positiv beeinflussen. Das zeigt eine Studie

Zweimal pro Woche Fisch: Diese gängige Empfehlung sollten vor allem Patienten mit rheuma­toider Arthritis beherzigen. Zumindest weist eine Studie darauf hin, dass der regelmäßige Verzehr von fettem Seefisch wie Thunfisch, Lachs oder Sar­dinen die Symptome lindert. Wie Rheumatologen aus Boston (USA) im Fachblatt Arthritis Care and Research schreiben, war die Gelenkentzündung bei Patienten, die zweimal pro Woche Fisch aßen, ­weniger aktiv als bei Fisch-Abstinenz­lern. Je mehr davon auf den Teller kam, umso geringer die Krankheitsaktivität.

12.09.2017, Bildnachweis: istock/flyfloor


Gesundheit: Frag mal das Internet!

Viele informieren sich im Netz, bevor sie den Arzt aufsuchen. Die meisten Mediziner befürworten das, ergab eine Umfrage

Vor dem Arztbesuch schon im Internet recherchiert, wo es zwickt? Informierte Patienten sind nicht nervig. Im Gegenteil: 68 Prozent der Mediziner finden es gut, wenn sich ihre Patienten im Netz schlaugemacht haben, auch wenn sie immer wieder Fehldiagnosen richtigstellen müssen. Das ergab eine Um­frage des Ärztenachrichtendiensts in Hamburg. Einen Arzt ersetzt das Internet eben nicht.

 
11.09.2017, Bildnachweis: istock/Geber86


Muskelkrämpfe: Dehnen hilft

Wer betroffene Muskelpartien regelmäßig dehnt, senkt sein Risiko für wiederholte Muskelkrämpfe

Egal ob beim Sport oder mitten in der Nacht im Bett – wenn sich Muskeln plötzlich verkrampfen, tut das höllisch weh. Ab 65 Jahren treten solche Krämpfe häufiger auf, aber auch jüngere Menschen leiden darunter. Bestes Gegenmittel? Dehnen. Das rät die aktualisierte Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Neurologie. Es vertreibt den Schmerz nicht nur im Akutfall. Wer unter nächtlichen Krämpfen leidet, sollte die betroffenen Muskelpartien regelmäßig dehnen, um die Anfälligkeit für Krämpfe zu reduzieren. Bei einem Wadenkrampf beispiels­weise hilft es, das Bein auszustrecken und sanft die Fußspitzen zum Körper hin­zuziehen. Immer wiederkehrende Krämpfe muss der Arzt abklären. Er kann gegebenenfalls ein Medikament verordnen.

09.09.2017, Bildnachweis: istock/Yobro10


Alkohol: Getrübter Geist

Auch geringe Mengen Alkohol bleiben womöglich nicht ohne Folgen für das Gehirn. Das zeigt eine Langzeitstudie

Selbst moderate Mengen Alkohol können auf Dauer dem Gehirn schaden. Das ergab eine im British Medical Journal veröffentlichte Langzeitstudie von 30 Jahren Dauer. Bereits fünf Halbe Bier oder fünf "Viertele" Wein pro Woche beeinträchtigen das Sprachvermögen und verkleinernden Hippocampus, eine Hirnregion, die für das Lernen und das Gedächtnis wichtig ist. Die Mengen entsprechen der für Männer geltenden Obergrenze. Frauen sollten höchstens die Hälfte trinken.

08.09.2017, Bildnachweis: istock/kiyanochka


Medikamente: Einfacher Name, höhere Dosis

Trägt das Arzneimittel einen schwierigen Namen, wählen Patienten eine niedrigere Dosis aus. Das zeigte ein Experiment

Cytrigmcmium, Nxungzictrop, Ribozoxtlitp: Wenn der Name eines Medikaments kompliziert klingt, dosieren Patienten es niedriger als Arzneien mit einfacheren Bezeichnungen. Das zeigten Psychologinnen aus Köln und Ohio (USA) mit Experimenten, bei denen die Teilnehmer festlegen sollten, welche Menge eines fiktiven Medikaments mit Fantasienamen sie sich selbst oder einem Kind verabreichen würden. Veröffentlicht wurde die Studie in dem Fachmagazin Journal of Experimental Psychology: Applied.

07.09.2017, Bildnachweis: istock/angiii


Autofahren: Telefonieren lenkt ab

Auch mit Freisprechanlage stört ein Telefonat im Auto die Konzentration

Das Telefonieren beim Autofahren macht unaufmerksam, auch wenn man sich dabei korrekt verhält und eine Freisprechanlage benutzt. Das fanden Forscher der Universität von Iowa (USA) heraus. Freiwillige sollten dazu während einer simulierten Autofahrt Fragen beantworten. Sie brauchten im Schnitt doppelt so lange, um ihre Augen auf neu eingeblendete Gegenstände zu richten, wie Teilnehmer, die nicht durch Fragen abgelenkt waren.

06.09.2017, Bildnachweis: istock/Anetlanda


Rauchen: Gefährliche „Light-Zigaretten“

Rauchen erhöht das Krebsrisiko – das gilt wohl auch für sogenannte Light-Zigaretten

Von wegen weniger schädlich: Forscher der Ohio State University (USA) gehen davon aus, dass das Rauchen von Light-Zigaretten zum Anstieg eines Lungenkrebstyps (Adenokarzinom) geführt hat. Ihre Auswertung von mehr als 3000 Studien im Journal of the National Cancer Institute zeigt einen starken Hinweis auf diesen Zusammenhang.

05.09.2017, Bildnachweis: istock/Rob Ellis


Konzentration: Mit kühlem Kopf

Schon das Abkühlen in Gedanken kann die Konzentration steigern

Gerade im Hochsommer lohnt es sich, einen kühlen Kopf zu bewahren. Das konnten Psychologen der Ben-Gurion-Universität (Israel) anhand zweier Experimente mit 87 Studenten zeigen. Testpersonen, die zuvor einem Kälte­­reiz ausgesetzt waren, schnitten bei Konzentrationstests deutlich besser ab als ohne diese Prozedur. Erstaunlicherweise hatte der Anblick einer Winterlandschaft den gleichen Effekt: Die Betrachter konnten ihre Gedanken besser fokussieren als Studenten, die eine sonnige Szene angeschaut hatten. Offenbar hat die Vorstellungskraft ebenfalls Einfluss auf das Konzentrationsvermögen. Die Studien erschienen im Fachmagazin Psychological Research.

24.07.2017, Bildnachweis: iStock/Nastia11


Gehirn: Tagträume machen klüger

Lassen Sie Ihren Gedanken freien Lauf – das schult die Konzentration, sagen Wissenschaftler

Verträumte Menschen gelten als wenig lebenstüchtig. Zu Unrecht, wie Forscher des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig und an der Universität York (England) herausfanden. Gehirnscans zeigten: Wer seinen Gedanken öfter bewusst freien Lauf lässt, schult damit seine Konzentration. Tagträume können zudem als eine Art Probebühne dienen, um zukünf­tige Ereignisse durchzuspielen oder aktuelle Probleme zu lösen, berichten die Wissenschaftler im Fachblatt Neuroimage.

22.07.2017, Bildnachweis: iStock/Nastia11


Kochen: Gesünder per Buch

Suchen Sie im Internet oder in Kochbüchern nach Rezepten? Forscher sagen: Letzteres ist gesünder

Blättern lohnt sich: Wer sich bei der Suche nach Rezeptideen von Kochbüchern ­inspirieren lässt, isst im Schnitt gesünder als jemand, der im Internet nach Anregungen sucht. Zu diesem Ergebnis kamen Forscher der Universitäten in Regensburg, Wien und ­Newcastle (England), indem sie ein Jahr lang Hunderttausende Rezepte aus populären Kochportalen und -büchern verglichen. Die WHO-Empfehlungen für Nährwerte wie Fett und Ballaststoffe wurden online nur sehr selten berücksichtigt.

21.07.2017, Bildnachweis: iStock/ariwasabi


Zöliakie: Viren unter Verdacht

Viele Getreidesorten enthalten Gluten, das manche Menschen nicht vertragen. Möglicherweise spielen bestimmte Viren als Auslöser eine Rolle

Etwa ein Prozent der Bevölkerung leidet unter Glutenunverträglichkeit, auch Zöliakie genannt. Das in vielen Getreidesorten enthaltene Klebereiweiß führt dann zu Bauchschmerzen bis hin zu chronischen Darmentzündungen. Bei Zöliakie handelt es sich um eine Autoimmun­erkran­kung, die nicht heilbar ist. Bisher hatte man vor allem Erbanlagen als Ursache im Blick.
Jetzt entdeckten Forscher aus Chicago und Pittsburgh (USA), dass auch Umweltfaktoren eine Rolle spielen. Womöglich kann eine Infektion mit eigentlich harmlosen Reoviren die Krankheit auslösen und verstärken. Bestätigt sich das, ließe sich Zöliakie vielleicht eines Tages durch eine Impfung gegen Reoviren verhindern. Die Wissenschaftler veröffentlichten ihre Ergebnisse im Fachblatt Science.

20.07.2017, Bildnachweis: Thinkstock/iStockphoto


Psyche: Antidepressiva gezielter verordnen

Mittel gegen psychische Beschwerden schlagen oft nicht an. Wissenschaftler versuchen, anhand von Bluttests zu erkennen, ob ein Patient auf die Arznei anspricht

Bei etwa einem Drittel aller Patienten mit Depressionen schlägt das erste verordnete Medikament nicht an. ­Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie haben jetzt bestimmte Merkmale im Blut identifiziert, die Vorhersagen zur Wirkung von Antidepressiva ermöglichen sollen. Anhand von Blutproben konnten sie er­kennen, ob die Patienten auf die Behandlung mit dem Wirkstoff Paroxetin ansprechen. Die Forscher hoffen, dass ihre Ergebnisse die Therapie schwer behandelbarer Depressionen verbessern.

19.07.2017, Bildnachweis: iStock/laflor


Kaffee: Schützt Espresso vor Krebs?

Manche lieben es, nach dem Essen eine Tasse Espresso zu trinken. Männer können damit womöglich sogar ihr Risiko für Prostatakrebs senken

Gute Nachricht für die Fans von Espresso: Wer täglich mehr als drei Tassen davon trinkt, hat offenbar nur ein halb so hohes Risiko für Prostatakrebs wie die Freunde von Filter­kaffee. Das schreiben Forscher nach vierjähriger Beobachtung von 7000 Italienern im International Journal of Cancer. Mögliche Erklärung: Durch den Druck und die hohe Temperatur gelangen beim Zubereiten mehr krebshemmende Substanzen in das Getränk.

18.07.2017, Bildnachweis: Thinkstock/istock


Waldluft: Tief einatmen

Wer Haut- oder Atemwegsprobleme hat, dem tut ein Spaziergang im Wald gut. Die Luft ist feucht und reich an Sauerstoff – eine Wohltat für Körper und Geist

Waldluft ist reich an Sauerstoff und Feuchtigkeit – für Patienten mit Haut- und Atemwegserkrankungen eine Wohltat. In Heringsdorf auf der Insel Usedom entstand nun Deutschlands erster Kur- und Heilwald. Auf Rundwegen können die Besucher Pflanzen, Gerüche und Geräusche des Waldes erleben oder Körper- und Meditationsübungen machen. Das soll Stress ­abbauen, entspannen und das Immunsystem stärken.

17.07.2017, Bildnachweis: istock/stockfotoart


Krebsrisiko: Radfahren ist gesund

Wer mit dem Rad zur Arbeit fährt, stirbt seltener an Krebs

Menschen, die mit dem Rad zur Arbeit fahren, haben offenbar ein um 40 Prozent geringeres Risiko, an Krebs zu sterben. Das ergab eine Studie mit 263 450 Teilnehmern, veröffentlicht im Fachblatt British Medical Journal. Ob das Radeln allein diesen Effekt hat, kann die ­Untersuchung nicht beantworten. Es könnte auch sein, dass Menschen, die viel mit dem Rad unterwegs sind, generell gesund leben. Dies senkt das Krebsrisiko ebenfalls deutlich.

15.07.2017, Bildnachweis: istock/sturti


Smartphones: Selfies machen unzufrieden

Sehen junge Frauen in sozialen Medien hübsche Bilder von ihren Freundinnen, finden sie sich selbst unattraktiver. Aber: Viele bearbeiten die Aufnahmen vorher

Die sorgfältig zusammengestellten Selbstporträts von Freundinnen auf Facebook lösen bei jungen Frauen mehr Unzufriedenheit mit ihrem Selbstbild aus als Fotos von Prominenten. Das fand die australische Wissenschaftlerin Dr. Jasmine Fardouly heraus. Ihre Studie mit 150 Teilnehmerinnen ergab: Durch den Vergleich mit ihresgleichen fühlten sich die jungen Frauen weniger attraktiv und zu dick. Gut zu wissen: 70 Prozent der Frauen zwischen 18 und 35 bearbeiten ihre Fotos, bevor sie diese online hochladen, wie eine US-Umfrage ergab.

14.07.2017, Bildnachweis: iStock / Dirima


Haarausfall: Freispruch für Testosteron

Ist wirklich das Sexualhormon schuld, wenn Männer lichteres Haar bekommen? Dem sind Forscher nachgegangen

Gehen Männern die Haare aus, stehen meist ihre Sexualhormone im Verdacht. Diesen hartnäckigen Mythos haben Forscher der Universitätsmedizin Greifswald nun mit einer der bislang größten Studien zu dem Thema untersucht. Sie werteten die Daten von 373 gesunden Männern für die Bevölkerungsstudie Ship-Trend aus. Dabei fanden sie keinen Zusammenhang zwischen den Hormonen Testosteron, Androstendion oder DHEAS und Haarausfall.

13.07.2017, Bildnachweis: Thinkstock/iStockphoto


Arzneimittel: Zeitverschiebung beachten

Treten Sie eine Fernreise an, kann die Zeitverschiebung Einfluss auf die Wirkung bestimmter Medikamente haben

Sie machen eine Fernreise und müssen regelmäßig Medikamente nehmen. Bei Flügen Richtung Osten verkürzt sich der Tag; geht es nach Westen, verlängert er sich. Diese Zeitverschiebung kann Einfluss auf die Wirkung und die Einnahme von Arzneimitteln haben.
Lassen Sie sich in der Apotheke beraten. Je nach Einnahme­rhythmus ergeben sich unterschiedliche Empfehlungen. Bei Arzneien, die dreimal täglich ­­genommen werden, ändert sich zum Beispiel gar nichts. Frauen, die mit einer Minipille verhüten, müssen sich unter Umständen einen Wecker stellen oder auf eine andere Methode umsteigen.

12.07.2017, Bildnachweis: istock/dell640


Süße Getränke: Von wegen Erfrischung

Zuckerhaltige Limonaden gelten als ungesund. Doch auch süßstoffhaltige sind nicht ohne, zeigt eine große Studie

Süße Getränke sind zwar sehr beliebt, aber nicht gesund. Der enthaltene Zucker fördert Karies und Übergewicht. Wird der Zucker durch künstlichen Süßstoff ersetzt, zeigt sich jedoch ein anderes Pro­blem. Diese ­Getränke scheinen mit einem erhöhten Risiko für Schlaganfall und Demenz ­einherzugehen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Auswertung von Daten der Framing­­­ham-Herzstudie, die im ­Fachmagazin Stroke veröffentlicht wurde.

11.07.2017, Bildnachweis: iStock/pjohnson1


Knie: Trainieren statt operieren

Experten raten inzwischen davon ab, eine Arthroskopie als Therapie bei Gelenkverschleiß einzusetzen

Lange war die therapeutische Arthroskopie ein gängiges Verfahren zur Behandlung von Verschleiß-Erkrankungen im Knie. Nun sprechen sich internationale Experten deutlich gegen den operativen Eingriff bei fast allen Problemen dieser Art aus. Eine bereits 2016 im British Medical Journal veröffentlichte Studie zeigte: Arthroskopie bei einem durch Verschleiß entstandenen Meniskusriss ist nicht ­besser als Physiotherapie.
Die Experten überprüften daher weitere Untersuchungen zum Nutzen der Arthroskopie bei Verschleiß mit verschie­denen Symptomen im Knie. Ergebnis: Das Verfahren lindert meist keine Schmerzen und bessert nicht die Beweglichkeit. Die therapeutische Arthroskopie bei Knie-­Arthrose wird in Deutschland von den Kassen­ seit Ende 2015 vielfach nicht mehr übernommen.

10.07.2017, Bildnachweis: Thinkstock/istock


Nachglühen: Sex wirkt 48 Stunden

Noch zwei Tage nach dem Sex sind die Partner zufriedener, sagen Psychologen

Die Stimmung ist grandios. Und hält nicht nur für wenige Momente. Noch zwei Tage später wirkt sich die körperliche Vereinigung günstig auf die Zufriedenheit beider Partner aus, wie Psychologen der Florida State Univer­­sity (USA) herausgefunden haben. Alter oder Geschlecht spielten keine Rolle. Das "sexuelle Nachglühen" stärkt die Beziehung zudem auch längerfristig, wie die Wissenschaftler im Fachblatt Psychological Science berichten. Wer grö­ßere Befriedigung empfand, beurteilte noch zwei bis vier Monate später ­­seine Beziehung als posi­ti­ver. Für ihre Studie analysierten die For­scher Daten von 200 frisch verheirateten Paaren.

08.07.2017, Bildnachweis: Thinkstock/Stockbyte


Attraktivität: Was die Wahl der Speise verrät

Welche Gerichte Männer und Frauen auswählen zeigt, wie anziehend sie ihr Gegenüber finden

Sie wollen wissen, ob Ihre Begleitung Sie für attraktiv hält? Dann schauen Sie ihr auf den Teller. Je anzie­hender Frauen einen Mann finden, desto eher bestellen sie bei der ersten Verabredung ein gesundes Gericht, wie der Psychologe Tobias Otterbring von der schwedischen Universität Karlstad im Fachmagazin Food ­Quality and Preference berichtet. Anders bei Männern: Sie bestellen in Begleitung einer schönen Frau vor allem teure Getränke und Speisen.

07.07.2017, Bildnachweis: istock/gilaxia


Schilddrüsentabletten: Lieber nicht mit Milch

Wer Schilddrüsenhormon mit Milch schluckt, riskiert Wirkungseinbußen

Das Schilddrüsenhormon Levothy­roxin sollte nicht zusammen mit Kuhmilch eingenommen werden. Das in der Milch enthaltene Kalzium verringert die Aufnahme des Hormons ins Blut, wie eine Studie von Deborah Chon an der Universität von Kalifornien in Los ­Angeles untermauert. Die Hersteller empfehlen, das Arzneimittel am besten auf nüchternen Magen und 30 bis 60 Minuten vor dem Essen oder der Einnahme weiterer Medikamente oder Vitamine zu schlucken.

06.07.2017, Bildnachweis: istock/gStockstudio


Frischluft: Fenster auf!

Regelmäßig lüften trotz Heuschnupfen? Ja, sagen Forscher

Wie lüftet man richtig? Diese Frage ist vor allem für Pollenallergiker wichtig. Denn Blütenstaub gelangt auch in geschlossene Räume – etwa mit der Kleidung. Ökoklima­to­logen der Technischen Universität München haben nun herausgefunden: Regel­mäßiges Stoß­lüften kann die Pollenkonzentration in Räumen um zwei Drittel reduzieren.

05.07.2017, Bildnachweis: istock/filadendron


Motivation: Laufen steckt an

Eine Untersuchung zeigt: Steigern Sportfreunde ihre Leistung, spornt das zu mehr Einsatz an

Sind die Freunde sportlich, profitiert offenbar auch die eigene Fitness: Das Phänomen der "sozialen Ansteckung" wirkt auch im Sport, fanden Forscher von der MIT Sloan School of Management in Cambridge, Massachusetts (USA), heraus. Sie hatten die Fitness-Tracker von einer Million Läufern ausgewertet. Diese messen Laufstrecke und -dauer, Geschwindigkeit und Kalorienverbrauch und leiten die Daten automatisch an befreundete Läufer im Netzwerk weiter. Individuelle Leistungssteigerungen hatten eine unmittelbare Wirkung auf andere Läufer – allerdings nur bei vergleichbarer Leistungsfähigkeit. Bei großen Differenzen war kaum eine "Ansteckung" messbar. Aktivere Sportler ließen sich zudem leichter von weniger aktiven beeinflussen als umgekehrt: Offenbar ist der Ansporn größer, wenn schwächere Läufer sich steigern.

04.07.2017, Bildnachweis: istock/Christopher Futcher


Parodontitis: Rheuma durch krankes Zahnfleisch?

Schlechte Mundhygiene erhöht das Risiko für Gelenkprobleme, vermuten Forscher

Die Entwicklung von Gelenkrheuma könnte zumindest in manchen Fällen mit einer Entzündung des Zahnfleischs zusammenhängen. Das vermuten Forscher der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore (USA). Hinweise darauf fanden sie bei der Untersuchung von gelagerten Proben. Ihren Befund beschreiben sie im Journal Science Translational Medicine: Ein Bakterium, das in fast zwei Drittel aller Fälle von Parodontitis gefunden wird, löst über einen Stoffwechselprozess die Entzündung der Gelenke aus und erhält sie aufrecht. Ein Zusammenhang von Rheuma und Zahnfleischentzündungen wird schon länger vermutet, konnte aber nie bewiesen werden. Die Forscher denken dennoch bereits an neue Ansätze für Vorbeugung und Therapie. Der einfachste wäre: gute Zahnhygiene.

03.07.2017, Bildnachweis: Thinkstock/Pixland


Gelenkknacken: Harmlose Fingergeräusche

Manche lieben es, die Fingergelenke knacken zu lassen. Forscher wollten wissen, ob sich das negativ auswirkt

Wer mit den Fingern knackt, schadet zumindest kurzfristig nicht den Gelenken. Zu diesem Ergebnis kommen kalifornische Forscher im Fachblatt Clinical Orthopedics and Related Research. Sie hatten 40 Freiwillige beim Auseinanderziehen ihrer Fingergelenke untersucht und nach Symptomen wie Schmerzen und eingeschränkter Beweglichkeit gefragt – ohne Auffälliges zu finden. Ob langfristig das Arthroserisiko steigt, bleibt allerdings ungewiss.

01.07.2017, Bildnachweis: Thinkstock/iStock


Schokolade: So schmilzt das Verlangen

Wer kann nach einem Stückchen Schokolade schon dem Rest der Tafel widerstehen? Forscher empfehlen einen Trick

Wenn es um Schokolade geht, ist jede Zurückhaltung schnell dahin. Nur ein klitzekleines Stück – ruckzuck ist die Tafel verschlungen. Es geht aber auch anders, wie Forscher der australischen Flinders University im Fachblatt Appetite zeigen. Der Trick: Steigt ein Schoko-Verlangen hoch, sofort in eine schöne Vorstellung flüchten. Zum Beispiel einen Spaziergang im Wald, samt der Geräusche und Gerüche. So kann man trainieren, der Versuchung zu widerstehen.

30.06.2017, Bildnachweis: Thinkstock/istock


Augentropfen: Nicht kühl anwenden

Manche Arzneien sollten kühl gelagert, vor dem Gebrauch jedoch auf Körper- oder Zimmertemperatur gebracht werden

Das kühl gelagerte Arzneimittel zur Anwendung am Auge oder das Insulin für Diabetiker ruft durch die niedrige Temperatur eine Reizung im Auge beziehungsweise an der Injektionsstelle hervor. Bei den Tropfen ist das ungünstig, weil der ausgelöste Tränenfluss das Präparat aus dem Sehorgan spült. Die Lösung: Augentropfen sollten Sie vor der Anwendung auf Körpertemperatur bringen, etwa in der Hand erwärmen. Der Hinweis "kühl lagern" bei Insulin bezieht sich aber nicht auf die Packung, die gerade in Gebrauch ist. Das angebrochene Insulin können Sie bei Raumtemperatur lagern. Nehmen Sie eine neue Ampulle immer rechtzeitig aus dem Kühlschrank.

28.06.2017, Bildnachweis: istock/ia 64


Zahnarzt: Schlechte Beratung über teure Extras?

Beim Thema Behandlungskosten fühlen sich viele Patienten nicht gut informiert. Das ergab eine Umfrage

Viele Kassenpatienten fühlen sich über kostenpflichtige Extras beim Zahnarzt schlecht aufgeklärt. Das ergab eine repräsentative Online-Umfrage im Auftrag der Verbraucherzentralen Nordrhein-Westfalen, Berlin und Rheinland-Pfalz. Ergebnis: Vier von zehn Interviewten wurden vorab nicht schriftlich über die Behandlungskosten informiert. Fast jeder Zweite hatte nicht – wie vorgeschrieben – eine Erklärung unterzeichnet, dass er die Kosten trägt. Gut ein Drittel war nicht ausreichend über etwaige Risiken aufgeklärt worden. Und mehr als ein Viertel bemängelte, vor der Therapie nicht über alternative Kassenleistungen informiert worden zu sein.

29.06.2017, Bildnachweis: Thinkstock/istockphoto


Leukämie: Erfolg bei Blutkrebs

Zur Behandlung der chronisch-myeloischen Leukämie berichten Wissenschaftler Positives

Die Therapie der chronisch-myeloischen Leukämie mit dem Medikament Imatinib ist auch langfristig wirksam und gut verträglich. Das berichten Forscher der Universität Jena im New England Journal of Medicine. 83 Prozent der Behandelten lebten noch zehn Jahre nach der Diagnose. Das sind fast ebenso viele wie im Bevölkerungsdurchschnitt. Bei einigen Patienten waren keine Anzeichen der Krebserkrankung nachweisbar.

27.06.2017, Bildnachweis: iStockphoto/gevende


Medikamente: Magenbeschwerden vermeiden

Manche Arzneimittel können auf den Magen schlagen. Was dann hilft

Ihr Medikament bereitet Ihnen Magenbeschwerden? Vor allem Antirheumatika, aber auch Eisenpräparate und manche Antibiotika können die Magenschleimhaut reizen. Die Lösung: Eisenpräparate oder Antirheumatika können Sie zu einer Mahlzeit nehmen statt auf nüchternen ­Magen. Aber Vorsicht: Bei manchen Antibiotika kann dies zum Wirk­verlust führen. Problematisch ist es auch, die Magen-Nebenwirkung durch säurebindende Mittel zu bekämpfen, denn diese blockieren bei vielen Antibiotika die Wirkung. Besprechen Sie die Gegenmaßnahmen daher auf alle Fälle in der Apotheke. Bei Antirheumatika kann der Arzt ein Mittel zum Magenschutz verordnen.

09.06.2017, Bildnachweis: istock/gStockstudio


Forschung: LED-Licht lässt Mücken kalt

Glühbirnen scheinen für Insekten anziehender zu sein als LED-Lampen, zeigt eine Studie

Im Vergleich zu anderen Leuchtmitteln sind LED-Lampen nicht nur sparsamer – sie ziehen auch weniger Stechmücken an. Das fanden Forscher der Universität Bristol (Großbritannien) heraus. Das Ergebnis ihrer Studie, die im Fachblatt Ecology and Evolution erschien, war eindeutig: 80 Prozent der Stechmücken umschwirrten Glühbirnen, 15 Prozent Energiesparlampen und nur zwei bis drei Prozent die LED. Erklärung: Glühbirnen locken die Blutsauger mit Wärme an, Energiesparlampen durch geringe Mengen UV-Licht.

08.06.2017, Bildnachweis: istock/Enola Brain


Schöne Lippen: Der perfekte Mund

Für ideale Lippen soll es eine Formel geben

Ist die Oberlippe nur halb so dick wie die Unterlippe, hat man den ideal geformten Mund. Zu diesem Ergebnis kommt eine im Journal JAMA Facial Plastic Surgery ver­öffentlichte Studie der Universität von Kalifornien (USA). Die Forscher zeigten 150 Probanden Fotos von Frauen weißer Hautfarbe mit computer­veränderten Lippenformen. Das Ergebnis: eine Definition schöner Lippen. Sie nehmen eine Fläche von exakt 9,6 Prozent im unteren Drittel des Gesichts ein und weisen ein Verhältnis von 1 zu 2 auf.

07.06.2017, Bildnachweis: Thinkstock/hemera


Konzentration: Musik lenkt Männer ab

Ob Musik die Aufmerksamkeit beeinträchtigt, scheint eine Frage des Geschlechts zu sein

Egal ob bei der Arbeit, beim Sport oder beim Lernen: Dank Smartphone ist Musik heute überall dabei. Aber stört sie nicht die Konzentration? Das wollten Forscher des Imperial College London herausfinden und kamen zu einem überraschenden Ergebnis: Männer lassen sich von Musik ablenken, Frauen nicht. Bei der Studie, die im Medical Journal of Australia erschien, machten 352 Teilnehmer ein Geschicklichkeitsspiel und hörten dabei Musik. Während Frauen konstant gleiche Ergebnisse erzielten, unterliefen den Männern häufiger Fehler.

06.06.2017, Bildnachweis: istock/Srdjan Pav


Gesünder essen: Fotos als Ernährungshilfe

Wer seine Speisen knipst, profitiert eventuell stärker von einer Ernährungsberatung

Wer sein Essen fotografiert, kann mehr erreichen, als andere in den sozialen Medien zu unter­halten. Solche Fotos könnten auch Ernährungs­beratern und Ärzten helfen, meinen Wissenschaftler der Oregon State University (USA) im Fachblatt Nutrients. Die sogenannte bildbasierte Ernäh­rungs­erhebung zeige klarer, was Herz-­Kreislauf- oder Diabetes-Patienten tatsächlich ­essen. Zudem würden sich die Patienten selbst mehr Gedanken über ihre Ernährung machen.

05.06.2017, Bildnachweis: iStock/skynesher


Starkes Kreuz: Rückentipps für den Haushalt

Bügeln, putzen, wischen kann auf den Rücken gehen. Mit ein paar Tricks schonen Sie Ihr Kreuz

1. Bügeln: Stehen Sie aufrecht mit geradem Rücken. Damit das Gewicht besser verteilt wird, empfiehlt sich eine breitbeinige Position. Das gilt auch beim Abwaschen.
2. Wischen: Beim Saubermachen mit Mopp, Schrubber oder Besen am besten eine Schrittstellung einnehmen. Das Gewicht möglichst oft von einem Bein auf das andere verlagern.
3. Putzen: Benutzen Sie ergonomische Haushaltshelfer, zum Beispiel Geräte mit Teleskop-Stiel beim Fensterputzen.
4. Heben: Wenn Sie schwere Lasten bewegen müssen, am besten erst mal Gewicht reduzieren. Also zum Beispiel den Wäschekorb nur zur Hälfte füllen. Mit beiden Armen nah am Körper tragen. Nicht auf dem Boden abstellen, sondern auf einem Stuhl. Beim Hochheben immer in die Hocke gehen.

03.06.2017, Bildnachweis: istock/andresr


Dosieraerosole: Richtig inhalieren

Werden Arzneimittelsprays falsch angewendet, passt die Wirkstoffdosis womöglich nicht mehr

Die korrekte Anwendung von Dosieraerosolen über­fordert viele Patienten. Häufiges Problem: die Koordination von Einatmen und Auslösen des Arzneimittelsprays. Fehler, die dabei gemacht werden, wirken sich besonders stark aus. Eine US-Studie, veröffentlicht im Journal of Aerosol Medicine und Pulmonary Drug Delivery, zeigt: Die Menge an Wirkstoff, die in der Lunge ankommt, schwankt um 23 Prozent. Patienten sollten sich regelmäßig von ihrem Apotheker die richtige Benutzung zeigen lassen, vor allem wenn sie ein neues Medikament bekommen haben.

02.06.2017, Bildnachweis: Thinkstock/Stockbyte


Urlaub Checkliste: Reiseapotheke

Welche Medikamente sollten Sie im Urlaub dabei haben? Wichtige Tipps finden Sie in der Checkliste Reiseapotheke der Apotheken Umschau

Krank am Strand? Keine schöne Vorstellung. Wer nichts dabei hat, muss dann Medikamente vor Ort kaufen. Doch wer versteht schon einen Beipackzettel auf ägyptisch oder portugiesisch? Deshalb ist es besser, die wichtigsten Arzneien und Verbandmaterialien von zu Hause mitzunehmen.
Was sollten Sie alles dabei haben? Die Checkliste: Reiseapotheke, die Sie auf dem Titel der aktuellen Apotheken Umschau finden, listet die wichtigsten Medikamente und Mittel zur Wundversorgung auf. Einfach abhaken – damit Sie nichts vergessen, und Fehlendes in der Apotheke besorgen. Auch unter au-checkliste.de gibt es die entsprechenden Infos.
Schönen Urlaub!

01.06.2017, Bildnachweis: W&B/Felix Schneider


Forschung: Warum wir kurzsichtig werden

Wissenschaftler haben neue Hinweise, wie Kurzsichtigkeit entsteht

Forscher aus Chicago (USA) haben Zellen entdeckt, die wohl ein altes Rätsel lösen: Sie regeln das Längenwachstum des Auges – das entscheidet darüber, ob ein Mensch kurzsichtig wird. Ist der Augapfel zu lang, liegt der Brechpunkt des Lichts vor der Netzhaut, es entsteht ein unschar­fes Bild. Der neu entdeckte Zelltyp reagiert empfindlich auf Licht. Das könnte erklären, warum Kinder, die viel im Freien sind, seltener kurzsichtig werden. Die Ergebnisse wurden im Fachblatt Current Biology veröffentlicht. Die Wissenschaftler versuchen nun, das für die Zellfunktion wichtige Gen zu finden, um damit ein Medikament gegen Kurzsichtigkeit zu entwickeln.

31.05.2017, Bildnachweis: istock/Pixelfit


Obst und Gemüse: Mehr hilft mehr

Täglich fünf Portionen Obst und Gemüse sollten wir der Gesundheit zuliebe essen. Noch besser wären zehn Portionen, zeigt eine neue Studie

Die empfohlene Tagesration Obst und Gemüse liegt bei fünf Portionen. Als wäre das für viele Menschen nicht bereits Herausforderung genug, ­liefert nun eine Studie aus Großbritannien einen neuen Hinweis: Zehn Portionen am Tag sollen die Gefahr für Herzinfarkt, Schlaganfall, Krebs und frühen Tod noch deutlicher verringern als fünf. Zehn Portionen entsprechen etwa 800 Gramm. Eine Portion sind zum Beispiel drei gehäufte Ess­löffel gekochtes Gemüse oder ein Apfel. Wie Wissenschaftler des Imperial College London im International Journal of Epidemio­logy schreiben, ließen sich auf diese Weise weltweit jedes Jahr schätzungsweise 7,8 Millionen vorzeitige Todesfälle verhindern.

30.05.2017, Bildnachweis: Thinkstock/iStockphoto


Hoher Blutdruck: Resistent ist oft der Patient

Bessert sich der Blutdruck trotz Medikamenten nicht, kann das eine einfache Ursache haben

Lassen sich hohe Blutdruckwerte trotz medikamentöser Behandlung nicht senken, so liegt das häufig an mangelnder Therapietreue der Patienten, berichten Forscher um Dr. Peter Blankestijn vom Univer­sity Me­dical Center Utrecht (Niederlande) im Fachmagazin ­Hypertension. Rund 60 Prozent nahmen ihre Medikamente nicht wie ärztlich verordnet ein. Und 20 Prozent schluckten kein einziges ­davon. Nur einer von fünf Patienten war also tatsächlich ­medikamentös schlecht behandelbar, obwohl Ärzte bei allen 139 Studienteilnehmern eine sogenannte Therapieresistenz diagnostiziert hatten. Patienten, die bestimmte Präparate nicht einnehmen wollen, sollten sich gemeinsam mit dem Arzt Alternativen über­legen. Meist können Wirkstoffe und Dosierungen gefunden werden, um Bluthochdruck erfolgreich zu behandeln, bilanziert Blankestijn seine Ergebnisse.

29.05.2017, Bildnachweis: istock/Andrej Popov


Psychologie: Erzähl, was alle kennen!

Menschen hören am liebsten Geschichten, die ihnen schon bekannt sind – behaupten zumindest US-amerikanische Forscher

Wer nicht langweilen will, sollte besser eine alte Anekdote erzählen als Abenteuer aus dem Urlaub. Die meisten Menschen sagen zwar, dass Neuigkeiten sie am meisten interessieren. In Tests reagieren sie aber anders, wie Psychologen der Harvard-Universität (USA) im Fachmagazin Psycholo­­gical Science berichten. Am liebsten hören sie demnach Geschichten, die sie schon kennen. Ein Grund sei offenbar, dass viele Menschen miese Erzähler sind. Wenn ihre Zuhörer die berichteten Erfahrungen nicht teilen, kommen sie nicht mit.

27.05.2017, Bildnachweis: istock/gpointstudio


Gehirn: Musik trainiert die Sinne

Wer seit Langem ein Instrument spielt, ist reaktionsschneller

Musik bringt in Schwung. Das gilt offenbar auch für das Gehirn. Wie ein Experiment von Forschern der Universität von Montreal (Kanada) zeigte, reagieren Menschen, die viele Jahre lang ein Instrument spielen, schneller auf Lärm oder Berührungen. Weil die Reaktionsfähig­keit im Alter stark nachlässt, kann Musizieren gerade dann ein wichtiges Training sein, so die Wissenschaftler in Sciencedirect. Es könnte zum Beispiel helfen, Stürze zu vermeiden.

26.05.2017, Bildnachweis: Thinkstock/iStock


Stress: Männer reagieren anders als Frauen

Forscher haben festgestellt: Nur bei Männern steigen in einer psychisch belastenden Situation die Stresshormone an. Woran kann das liegen?

Unter Zeitdruck Rechenaufgaben lösen – das zerrt bei jedem an den Nerven. Allerdings reagieren Männer und Frauen unterschiedlich auf stressige Situationen, fanden Psychologen der Universität Tübingen heraus: In einem Test stellten sie nur bei Männern einen Anstieg des Stresshormons Kortisol fest.
Beim Stress­empfinden spielen offenbar auch die ­Geschlechtshormone eine Rolle. Bei Männern stieg der Testosteron-, bei Frauen der Progesteronspiegel. Unklar ist, ob Frauen Stress deshalb subjektiv stärker empfinden. Die Wissenschaftler sehen hier noch Forschungsbedarf.

25.05.2017, Bildnachweis: Thinkstock/istock


Superfood: Wie gesund ist Kokosöl?

Das exotische Fett soll angeblich sehr gesund sein – doch britische Wissenschaftler sehen das anders

Mit­arbeiter der Ernährungsstiftung British Nutrition Foundation haben wissenschaftliche Erkenntnisse zu Kokosöl zusammengetragen. Ihr Fazit: Besonders gesund­heitsfördernd ist das exotische Fett nicht. Es enthält viele gesättigte Fettsäuren, die das Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten steigern – deutlich mehr sogar als Butter. Darüber hinaus erhöht die im Kokosöl reichlich enthaltene Laurinsäure das schädliche LDL-Cholesterin im Blut.

24.05.2017, Bildnachweis: istock/aedkais


Ernährung: Gemüse für den Darm

Wer vegetarisch isst, scheint sich vor Entzündungen im Darm schützen zu können – legt zumindest eine große Studie nahe

Egal ob Rind, Schwein oder Lamm: Rotes Fleisch ­erhöht wahrscheinlich das Risiko für Entzündungen in krankhaften Ausstülpungen des Dickdarms, sogenannten Divertikeln. Diesen Zusammenhang zeigte eine Studie von Forschern aus Boston (USA). Sie werteten Daten von 51 000 Männern aus. Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie im Fachblatt Gut.
So hatten Männer, die viel Fleisch verzehrten, ein bis zu 58 Prozent höheres Risiko für Entzündungen der Divertikel als jene, die sich vegetarisch ernährten. Ein Grund dafür könnte sein, dass der Fleischkonsum die Bakterien im Darm ungünstig beeinflusst – und damit auch die Immunantwort sowie die Beschaffenheit der Darmschleimhaut, so die Wissenschaftler.

23.05.2017, Bildnachweis: iStock/skynesher


Augen: Brille von der Kasse

Künftig erstatten Krankenversicherer häufiger eine Sehhilfe

Bei einer Kurz- oder Weitsichtigkeit von mehr als sechs Dioptrien wird die Sehhilfe künftig von der Kasse bezahlt. Bei Hornhautverkrümmung sind es vier Dioptrien. Darauf weist der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband in Berlin hin, der sich für eine entsprechende Gesetzesänderung starkgemacht hatte.
Seit 2003 hatten gesetzlich Versicherte in Deutschland nur dann Anspruch auf Kostenübernahme, wenn die Sehschärfe mit Brille oder Kontaktlinsen maximal 30 Prozent beträgt. Die neue Regelung tritt in Kraft, sobald das Gesetz zur Stärkung der Heil- und Hilfsmittelversorgung im Bundesgesetzblatt veröffentlicht wurde.

22.05.2017, Bildnachweis: istock/Pixelfit


Psychotherapie: Hilfe bei Depression

Auch wenn Menschen etwas schon über viele Jahre seelisch belastet, hilft ihnen Psychotherapie

Auch Depressionen, die die Betroffenen schon früh und oft über viele Jahre belasten, können durch alleinige Psychotherapie gelindert werden. Das zeigt eine Unter­suchung unter Leitung der Universitätskliniken Freiburg und Hamburg-Eppendorf. Es nahmen 268 Patienten teil, die nichtmedikamentös behandelt wurden.
Bei denen, die sich einer spezifischen Therapie unterzogen, die belas­tende Beziehungserfahrungen fokussierte, ließen die depressiven Symptome nach einem Jahr Einzel­therapie (32 Sitzungen) am stärksten nach. 37 Prozent von ihnen hatten nach dieser Zeit keine Beschwerden mehr.

20.05.2017, Bildnachweis: Thinkstock/iStock


Arztkontakt: Treue zahlt sich aus

Haben Menschen einen Hausarzt, müssen sie seltener ins Krankenhaus

Ältere Menschen, die regelmäßig ihren Hausarzt aufsuchen, werden seltener
in ein Krankenhaus eingewiesen. Das zeigt eine Studie an 230 000 Patienten in Großbritannien, die im British Medical Journal veröffentlicht wurde. Die Studienautoren gehen davon aus, dass die Mediziner geeignetere Therapien empfehlen können, wenn sie ihre Patienten gut kennen. Zudem könnten akute Beschwerden frühzeitig behandelt werden.

19.05.2017, Bildnachweis: Thinkstock/ iStockphoto


Medikamente: Ohrentropfen richtig anwenden

Die wichtigsten Tipps

Auf Haltbarkeit der Tropfen achten.
Fläschchen in der Hand erwärmen.
Kopf zur Seite neigen oder sich auf die Seite legen. (Nach dem Eintropfen fünf bis zehn Minuten so verweilen.)
Ohrmuschel bei Erwachsenen nach hinten oben ziehen, um das Eintropfen zu erleichtern. Bei Kindern die Muschel am Ohrläppchen nach hinten unten ziehen.
Ein Verschluss des Ohrs mit Watte ist nicht unbedingt nötig. Wenn sie verwendet wird, nur ganz leicht einbringen.

18.05.2017, Bildnachweis: Thinkstock/iStockphoto


Ernährung: Fettes Essen schlägt gleich an

Schon eine einzige sehr fettreiche Mahlzeit wirkt sich negativ auf den Stoffwechsel aus, zeigt eine Studie

Eine einzige sehr fettreiche Mahlzeit mit gesättigten Fettsäuren reicht aus, um den Körper vorübergehend für Insulin weniger empfindlich zu machen und den Leberstoffwechsel zu beeinträchtigen. Dies zeigt eine Studie deutscher und portugiesischer Forscher, veröffentlicht in The Journal of Clinical Investigation. Sie hatten gesunden Männern Palmöl zu trinken gegeben, das eine ähnliche Menge an gesättigten Fettsäuren enthält wie eine große ­Portion Pommes frites.

17.05.2017, Bildnachweis: iStock / Rapid Eye


Atembeschwerden: Wirklich Asthma?

Nicht immer steckt die Lungenkrankheit hinter Atemproblemen. Forscher sagen: Bei einem Drittel der Patienten fehlen die typischen Befunde

Möglicherweise leiden viele erwachsene Asthma-Patienten gar nicht unter der Atemwegserkrankung und könnten demzufolge ohne Medikamente leben. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler aus Ottawa (Kanada). Ihre Studie wurde im Fachmagazin JAMA veröffentlicht.
Die Forscher untersuchten 613 Patienten, die in den zurückliegenden fünf Jahren die Diagnose Asthma erhalten hatten. Ein Drittel von diesen zeigte bei der Prüfung der Lungenfunktion jedoch keine typischen Befunde. Die Krankheit war demnach entweder spontan abgeheilt – oder der Arzt hatte sich bei der Untersuchung geirrt. Das kann vorkommen, da in manchen Fällen andere Herz- und Lungenleiden ähnliche Beschwerden verursachen wie Asthma.
Die Diagnose sollte daher stets sorgfältig gesichert werden, so die Forscher. Die Rate der "falschen" Asthmatiker dürfte in Deutschland ähnlich hoch sein wie in Kanada.

16.05.2017, Bildnachweis: istock/OJO Images


Medikamente: Tabletten vergessen?

Was tun, wenn Sie das Arzneimittel nicht eingenommen haben? Die wichtigsten Tipps

Die Einnahme von Arzneimitteln zu vergessen ist zwar nicht günstig für den Therapieerfolg – aber meist auch kein Beinbruch, wenn es nicht zu oft passiert. Wichtig ist nur, dass Sie dann das Richtige tun.
Lesen Sie die Gebrauchsinformation. Denn ob und wie lange nach der planmäßigen Einnahme Sie Ihr Medikament nachträglich schlucken können, hängt von der Wirkdauer und dem Einsatzgebiet des Mittels ab.
Unabhängig vom Präparat gilt aber: Nehmen Sie niemals zum Ausgleich bei der nächsten fälligen Einnahme die doppelte Dosis. Das erhöht das Risiko von Nebenwirkungen und verbessert nicht den Erfolg der Therapie.

15.05.2017, Bildnachweis: istock/angiii


Forschung: Zeitspur für Schlaganfall

Mit einer neuen Methode wollen Forscher bestimmen, wann sich ein Schlaganfall genau ereignet hat. Das ist wichtig für die Therapie

Forscher aus Münster und Lübeck entwickelten ein Verfahren, mit dem sie errechnen können, wann sich ein Schlaganfall ereignet hat. Oft weiß man das nicht, weil Patienten und Angehörige erste Symptome nicht beachtet haben oder weil der Gehirnschlag im Schlaf passierte. Für den Erfolg der Therapie ist das Zeitfenster jedoch entscheidend. Die Mediziner werten Schattierungen aus, die sich bei einer speziellen Methode der Computertomografie zeigen. Daraus berechnen sie Wassereinlagerungen, die einen Hinweis liefern auf die seit dem Schlaganfall vergangene Zeit. Momentan ist dieses Vorgehen für den klinischen Alltag noch zu aufwendig, so die Einschätzung des Koautors der Studie. Die Wissenschaftler arbeiten aber bereits an einer einfacheren Technik.

13.05.2017, Bildnachweis: Thinkstock/AbleStock


Ernährung: Abnehmen mit Vollkorn?

Wer auf Vollkornprodukte setzt, verbraucht mehr Kalorien

Wer von Weißmehl- auf Vollkornprodukte ­umsteigt, erhöht den täglichen Kalorienverbrauch um durchschnittlich 92 Kilokalorien, ohne sich mehr zu bewegen. Wie Ernährungswissenschaftler im American Journal of Clinical ­­Nutrition schreiben, steigert eine ­vollkorn- und ballaststoffreiche Ernährung den Grundumsatz. Auch die Darmflora wird günstig ­beeinflusst.

12.05.2017, Bildnachweis: Thinkstock/iStockphoto


Asthma: Raus – bei jedem Wetter!

Menschen mit Asthma oder chronischer Bronchitis sollten sich nicht von schlechtem Wetter von ihrem Spaziergang abhalten lassen

Selbst bei ungemütlichem Regenwetter sollten Menschen mit Asthma und chronischer Bronchitis nicht zu Hause bleiben, rät der Bundesverband der Pneumologen. Ein täglicher Spaziergang sei bei jedem ­Wetter empfehlenswert und stärke das Immunsystem. Bei Atembeschwerden wegen kühler, feuchter Luft kann man durch einen Schal oder ein Tuch atmen.

11.05.2017, Bildnachweis: iStock/Alvaro Arroyo


Innere Uhr: Camping für Eulen

Wer sich längere Zeit in der Natur aufhält, kann damit möglicherweise seine innere Uhr regulieren

Menschliche "Nachteulen" sind oft bis spätabends hellwach und kommen dann morgens nicht aus den Federn. Wie US-Forscher im Fachblatt Current Biology schreiben, könnten die chronobiologischen Spättypen von einem Camping-Wochen­ende profitieren: Studienteilnehmer, die ohne Mobil­­telefone in der Natur gecampt hatten, schliefen im Schnitt zweieinhalb Stunden früher ein als in ihrer gewohnten Umgebung. Außerdem stellte sich bei ihnen der typische Wochenend-Rhythmus – spät ins Bett  gehen und lange ausschlafen – nicht ein. Offenbar hilft die Zeit im Freien der inneren Uhr, sich wieder richtig einzupendeln.

10.05.2017, Bildnachweis: iStock/Xyno6


Nüsse: Harte Schale, gesunder Kern

Nüsse können die körpereigene Abwehr unterstützen, fanden Forscher heraus

Gute Nachricht für Nussfans: Offenbar reduzieren Nüsse das Wachstum von Krebszellen im Darm. Wie Ernährungswissenschaftler der Friedrich-Schiller-Universität Jena im Fachmagazin Molecular Carcino­genesis schreiben, unterstützen sie die körper­eigene Abwehr beim Bekämpfen krebserregender Sauerstoffverbindungen. Diesen Effekt zeigten Hasel-, Macadamia- und Walnüsse, sowie Mandeln und Pistazien. Allerdings enthalten Nüsse viele Kalorien, sollten also nur in Maßen verzehrt werden.

09.05.2017, Bildnachweis: istock/syolacan


Herzleiden: Frauen unterversorgt?

In Deutschland könnten Frauen bei der Therapie von Herzerkrankungen benachteiligt sein, vermuten Forscher

In Deutschland sterben mehr Frauen als Männer an einem Herzleiden. Eine schlechtere Versorgung könnte ein Grund dafür sein, vermuten die Autoren des aktuellen Herzberichts. So betrug der Frauenanteil bei Linksherzkatheter-Untersuchungen im Jahr 2015 nur 35 Prozent, bei Behandlungen der Herzkranzgefäße 28 und bei Bypass-Operationen sogar nur 22 Prozent. Zudem bekommen Männer insgesamt mehr Herz-Kreislauf-Medikamente verschrieben. Ob Frauen allerdings tatsächlich medizinisch benachteiligt werden, müssen weitere Analysen zeigen, meinen die Autoren.

05.05.2017, Bildnachweis: iStock/Tomm L.


Tumortherapie: Erfolge gegen Krebs

Verschiedene Faktoren tragen dazu bei, dass die Zahl der Krebstodesfälle abnimmt

Um rund ein Viertel sank die Anzahl der Todesfälle durch Krebs in den USA in den vergangenen 25 Jahren. Das ergab jetzt eine Analyse der Amerikanischen Krebs­gesellschaft. So reduzierten Früherkennungs-Untersuchungen und verbesserte Therapien vor allem die Anzahl der Opfer durch Brust-, Prostata- und Darmkrebs; Anti-Tabak-Maßnahmen verringerten die Zahl der Lungenkrebsopfer. In ­Europa gibt es einen ähnlich erfreulichen Trend.

04.05.2017, Bildnachweis: PhotoDisc/ RYF


Übergewicht: Immer noch zu dick

In Deutschland wird der Anteil der Menschen mit Übergewicht größer

Die Zahl der Erwachsenen in Deutschland mit Übergewicht steigt weiter. 59 Prozent der Männer und 37 Prozent der Frauen bringen zu viele Pfunde auf die Waage. Gegen Ende des Berufslebens gilt das sogar für 74 Prozent der Männer und 56 Prozent der Frauen, berichtet die Deutsche Gesellschaft für Ernährung. Dagegen kletterte bei Kindern, die eingeschult werden, der Anteil der Übergewichtigen in letzter Zeit nicht mehr, er war sogar leicht rückläufig.

03.05.2017, Bildnachweis: istock/kwanchaichaiudom


Kortisonsalbe: So wirkt sie länger

Wenn Kortisonsalben einmal täglich verordnet wurden, helfen sie manchmal nicht lang genug. Was Apotheker dann raten

Oft werden Salben und Cremes mit kortisonähn­lichen Wirkstoffen (Korti­­koiden) – wie vom Arzt ­ver­ordnet – einmal täglich aufgetragen. Was tun, wenn das die Beschwerden nicht für den ganzen Tag lindert? Die Lösung: Wenden Sie mehrmals am Tag eine wirkstofffreie Salbe an, deren Zusammensetzung ansonsten der Kortisonsalbe entspricht. Das mobilisiert Wirkstoff-Moleküle, die in der Hornschicht der Haut eingelagert sind. In der Apotheke sind solche Basissalben ohne Rezept erhältlich. Wenn es keine genau passende gibt, kann man Ihnen dort ein geeignetes Produkt empfehlen.

02.05.2017, Bildnachweis: Thinkstock/istock


Medikamente: Was nehme ich da?

Patienten wünschen sich mehr Informationen zu ihren Arzneien von Arzt oder Apotheker

Ein Drittel der Bundesbürger möchte gern mehr wissen über die Medikamente, die sie einnehmen. Davon wollen 90 Prozent Infos von einem Arzt und 70 Prozent von einem Apotheker. Das ergab eine Umfrage des Deutschen Gesundheitsmonitors des Bundesverbands der Arzneimittelhersteller. Menschen, die mindestens drei Präparate verordnet bekommen, haben seit Oktober 2016 Anspruch auf ­einen einheitlichen, schriftlichen Medika­tions­plan. Er soll Angaben zu Wirkstoffen, Dosierung und Einnahmegrund enthalten. Bislang bringt der Plan kaum die erhofften Verbes­se­rungen. Ärzte nutzen ihn zu wenig, um Patienten über die Medikamente gründlich zu informieren, ergab eine Umfrage des Instituts für betriebswirtschaftliche Analysen, Beratung und Strategie-Entwicklung in Düsseldorf.

01.05.2017, Bildnachweis: Thinkstock/iStockphoto


Partnerschaft: Fröhlichkeit macht gesund

Ist der Partner ein positiver Mensch, trägt das dazu bei, dass man selbst gesünder lebt

Fröhlichkeit steckt nicht nur an. Sie kann sogar dazu beitragen, dass der Partner gesund bleibt. Das ergab eine im Fachmagazin Health Psychology veröffentlichte Studie. Psychologen werteten die Daten von knapp 2000 Paaren aus. Ergebnis: Mit einem positiven Menschen an der Seite neigten die Testpersonen dazu, mehr Sport zu treiben, und lebten auch sonst gesünder.

29.04.2017, Bildnachweis: iStock / Braun S


Psyche: Schrille Eifersucht

Wer sich sehr auffällig anzieht, ist möglicherweise eifersüchtig und sucht so nach mehr Aufmerksamkeit

Ein T-Shirt in Pink, dazu eine riesige Sonnenbrille: Wer sich so kleidet, könnte zu Eifersucht neigen. Forscher der Nanyang Technological University in Singapur haben beobachtet, dass Menschen, die ihren Partner misstrauisch beäugen, gern schrille Kleidung kaufen. Der Grund sei ein Hunger nach Aufmerksamkeit, wie die Wissenschaftler im Journal of Consumer Psychology schreiben. Um ihn zu stillen, nehmen Eifersüchtige es sogar hin, durch ihr Äußeres lächerlich zu wirken.

28.04.2017, Bildnachweis: Thinkstock/Wavebreak Media


Grüne Smoothies: Nicht alles roh genießbar

Die Mix-Getränke sind in. Aber nicht jedes Lebensmittel eignet sich als Zutat. Wann Sie aufpassen sollten

Grüne Smoothies sind ein Trend-Getränk. Doch nicht alles, was gesund aussieht, darf in den Mixer. Sogar manche an sich essbaren Lebensmittel können roh giftige Stoffe enthalten, warnt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. So sollten Kartoffeln, Bohnen, Auberginen, Rhabarber, Holunder und Maniok gekocht werden, bevor man sie isst. Nicht zum Verzehr eignen sich überdies Blätter und Nadeln von Bäumen sowie Obstkerne, etwa von Äpfeln.

27.04.2017, Bildnachweis: istock/sc0rpi0nce


Abgase: Schädlicher Feinstaub

Ein Laborexperiment zeigt, dass Feinstaubpartikel bestimmte Krankheitserreger reaktivieren können – zum Beispiel das Epstein-Barr-Virus

Abgase schaden unserer Gesundheit auf vielfältige Art. Forscher des Helmholtz-Zentrums in München haben jetzt einen weiteren Effekt entdeckt. Im Labor­versuch fanden sie heraus, dass Feinstaub-Partikel ruhende Erreger reaktivieren können – etwa Herpes- oder Epstein-Barr-Viren. Ähnliche Zusammenhänge könnten auch für Menschen gelten, vermuten die Forscher im Fachjournal Particle and Fibre Toxicology. Sie hatten unter anderem menschliche Lungenzellen untersucht.

26.04.2017, Bildnachweis: Thinkstock/iStockphoto


Reizdarm: Kann Myrrhe helfen?

Spezielle Inhaltsstoffe aus Myrrhe können wohl Blähungen, Durchfall und Bauchschmerzen lindern

Mehrere Studien, unter anderem in deutschen Arztpraxen, zeigten, dass Myrrhe bei Durchfall hilft und auch Symptome eines Reizdarms lindern kann. Das Gummiharz löst Krämpfe und verringert Blähungen. Zu seinen Inhaltsstoffen zählen unter anderem ätherische Öle, Harze, Bitter- und Gerbstoffe. Zur Einnahme entsprechender Präparate sollten Sie sich in Ihrer Apotheke beraten lassen.

25.04.2017, Bildnachweis: iStock/hannamonika


Tai-Chi: Wohltat für die Gelenke

Die chinesische Bewegungslehre kann Gelenkschmerzen ebenso gut lindern wie Physiotherapie, zeigt eine Studie

Tai-Chi hält Körper und Geist beweglich – und kann sogar Beschwerden lindern. Eine Studie im Fachblatt Annals of Internal Medicine hat gezeigt, dass die chinesische Bewegungslehre die durch Gelenk­verschleiß (Arthrose) verursachten Schmerzen mildern kann. Die Patienten üb­ten erst ein Vierteljahr lang an zwei Tagen pro Woche je eine Stunde unter Anleitung eines Trainers.
Danach trainierten sie alleine. Das Ergebnis nach einem Jahr: Tai-Chi verringerte Gelenkschmerzen genauso gut wie Physiotherapie. Darüber hinaus empfanden die Testpersonen mehr Lebens­qualität und waren weniger depressiv.

24.04.2017, Bildnachweis: Banana Stock/ RYF


UV-Strahlen: Solariumgänger sind wenig risikobewusst

Wer sich in der Sonnenbank bräunt, achtet auch sonst weniger darauf, seine Haut zu schützen

Wer ins Solarium geht, nimmt es mit dem Sonnenschutz generell nicht so genau. Eine im Fachmagazin JAMA Dermatology veröffentlichte Studie mit mehr als 10 000 Probanden zeigte: Solariumsbesucher hatten in den vergangenen Jahren häufiger einen Sonnenbrand als Personen, die auf die künstliche Bestrahlung verzichten. Sie nutzten seltener Sonnenschutzpräparate oder -kleidung und hielten sich weniger im Schatten auf.

22.04.2017, Bildnachweis: Thinkstock/Stockbyte


Fitness: Nur am Wochenende Sport?

Unter der Woche im Büro hocken, dafür Samstag und Sonntag auspowern – reicht das? Dieser Frage sind Forscher nachgegangen

Eine Studie aus Großbritannien zeigt, dass das Herz-Kreislauf-System und die Gefäße auch dann profitieren, wenn Freizeitsportler lediglich am Wochenende in die Gänge kommen. Wissenschaftler von der Loughborough-Universität analysierten für ihre Untersuchung die Daten von fast 64 000 Erwachsenen.
Sie fanden heraus, dass das Risiko eines vorzeitigen Todes bei aktiven Teilnehmern deutlich niedriger war als bei inaktiven. Das galt auch für jene, die 75 Minuten forderndes oder 150 Minuten moderates Training nur an ein bis zwei Tagen absolvierten statt gleichmäßig über die Woche verteilt.

21.04.2017, Bildnachweis: istock/Christopher Futcher


Aussehen: Vorsicht vor formender Unterwäsche

Sie macht eine super Figur, ist aus medizinischer Sicht aber nicht ohne Risiken: körperformende Unterwäsche

Mediziner raten davon ab, körperformende Unter­wäsche dauerhaft zu tragen. Der ständige Druck ­könne Sodbrennen und Schmerzen im Darmbereich begünstigen, sagt Dr. Ivo Grebe vom Berufsverband Deutscher Internisten. Langfristig könne sich zudem die Funktion der Bauchorgane verändern.

20.04.2017, Bildnachweis: istock/Khmelev


Schlaf: Schneller Ruhe finden

5 Tipps, wie Sie leichter einschlafen können

Tipps der National Sleep Foundation der USA:

  • Beginnen Sie mindestens 30 Minuten vor dem Zubettgehen, bewusst herunterzuschalten. Lesen Sie zum Beispiel ein Buch.
  • Dimmen Sie dann auch das Licht in Ihrer Wohnung. Schalten Sie alle elektronischen Geräte aus, die das Gehirn wach halten.
  • Machen Sie Atem- oder Entspannungsübungen.
  • Gehen Sie jeden Tag zur selben Zeit zu Bett.
  • Wenn Sie 20 Minuten nach dem Zubettgehen noch nicht eingeschlafen sind, stehen Sie wieder auf und hören Sie zum Beispiel Musik.

19.04.2017, Bildnachweis: Stockbyte/RYF

 


Psyche: Depression geht ans Herz

Depressionen begünstigen Herz-Kreislauf-Krankheiten, ergab eine Studie

Fast genauso schlecht für das Herz wie Übergewicht und hohe Cholesterinwerte sind Depressionen. Das fanden Münchner Wissenschaftler bei der Auswertung der Daten von 3428 männlichen Patienten im Alter zwischen 45 und 74 heraus. Der Untersuchungszeitraum betrug zehn Jahre.
Die Forscher verglichen Depres­sionen mit anderen Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankun­gen. Demnach bewirke nur Rauchen und Bluthochdruck ein noch deutlich höheres Risiko, so das Ergebnis der im Fachmagazin Atherosclerosis veröffentlichten Studie.

18.04.2017, Bildnachweis: istock/northlightimages


Augen: Tropfen richtig angewendet?

Sind die Tropfen wirklich im Auge gelandet? Sind Sie sich unsicher, können Sie den Vorgang wiederholen

Augentropfen anzuwenden ist nicht ganz einfach. Idealerweise geben Sie einen Tropfen in den Spalt zwischen dem Augapfel und dem etwas herab­­gezogenen Unterlid.
Wenn Sie vermuten, dass Sie nicht getroffen haben, können Sie die Anwendung bedenkenlos wiederholen. Der Bindehautsack fasst nur die Menge eines Tropfens, daher ist eine Überdosierung nicht möglich. Wenn Sie das Mittel vor dem Spiegel einträufeln, können Sie kontrollieren, ob die Flüssigkeit im Auge gelandet ist.

17.04.2017, Bildnachweis: W&B/Jörg Neisel


Jungbrunnen: Helfen hilft

Sich um andere zu kümmern – das kann gesund sein. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie

Wer andere unterstützt, hat auch selbst etwas davon: Ältere Menschen, die sich zum Beispiel um ihre Enkel kümmern, leben länger als ihre Alters­­genossen, die das nicht tun. Das geht aus Daten der Berliner Altersstudie hervor. Ein internationales Forscherteam hatte dazu die Lebenserwartung von 500 Menschen im Alter von 70 bis 103 Jahren analysiert: Senioren, die anderen Menschen Beistand leisten, gewinnen im Schnitt drei zusätzliche Jahre. Die Wissenschaftler betonen allerdings, dass sie nur ein "moderates Maß für Engagement" untersucht hätten. Wenn der Einsatz zu Stress führt, sagt Ralph Hertwig vom Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, wirke sich das negativ auf die körperliche und psychische Gesundheit aus.

15.04.2017, Bildnachweis: PhotoDisc/RYF


Therapie: Eine Ärztin, bitte!

In einer Analyse erzielten Ärztinnen bessere Therapie-Ergebnisse als ihre männ­lichen Kollegen

Sind Frauen die besseren Mediziner? Zumindest in US-Kliniken scheint das so zu sein. Das ergab die Analyse der Daten von über 1,5 Millionen Senioren, die wegen eines schweren Organleidens im Krankenhaus behandelt wurden. Ärztinnen erzielten messbar bessere Ergebnisse als ihre männ­lichen Kollegen: Weniger Patienten starben, weniger Behandelte wurden erneut in eine Klinik eingewiesen. Frauen halten sich strikter an Therapievorgaben als Männer, begründen die Urheber der Analyse den Unterschied. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal JAMA Internal Medicine publiziert.

14.04.2017, Bildnachweis: istock/asiseeit


Smartphone: Belastung für den Nacken?

Wer Smartphone oder Tablet sehr ausgiebig nutzt, riskiert eine Überlastung von Daumen und Nacken

Mit Tablet-PC oder Smartphone sollte man sich nicht zu lange am Stück beschäftigen, rät die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Eine von ihr in Auftrag gegebene Studie fand heraus, dass andernfalls vor allem Daumen und Nacken überlastet werden. Bei längerem ­Einsatz ­könne Zubehör wie beispielsweise eine externe Tastatur helfen, Haltung und Bedienkomfort zu verbessern.

13.04.2017, Bildnachweis: istock / Pixelfit


Honig: Süße Medizin

Forscher zeigten, dass sich Reizhusten mit Honig bessern lässt

Medizin muss nicht bitter schmecken: Bei Kindern zwischen ein und fünf Jahren lässt sich Reizhusten mit Honig gut lindern. Wie Forscher aus Israel im Fachblatt Pediatrics berichten, wirkten zehn Gramm Eukalyptus-, Zitrus- oder Blütenhonig vor dem Zubettgehen besser gegen nächtlichen Husten als ein Scheinmedikament mit Dattelsirup. Die Kinder schliefen außerdem besser. Wegen seiner zähflüs­sigen Beschaffenheit wirkt Honig reizlindernd. Er ist aber für Kinder unter einem Jahr nicht geeignet.

12.04.2017, Bildnachweis: Thinkstock/iStockphoto


Forschung: Ebola-Impfstoff gefunden

Eine Immunisierung gegen die gefährliche Krankheit Ebola könnte schon 2018 verfügbar werden, hoffen Forscher

Forscher unter Leitung der WHO haben in Guinea einen Ebola-Impfstoff erfolgreich getestet, berichten sie im Fachblatt Lancet. Von rund 6000 damit Behandelten erkrankte kein einziger, hingegen traf es 23 Personen aus der nicht geimpften Vergleichsgruppe. Schon 2018 könnte das offenbar gut verträg­liche Mittel zugelassen werden. Es wirkt gegen den Zaire-Typ des Virus, der Ende 2013 die verheerende Epidemie in Guinea, Sierra Leone und Liberia ausgelöst hatte. Allerdings ist noch nicht klar, wie lange der Schutz anhält.

11.04.2017, Bildnachweis: PhotoDisc/RYF


Erinnerung: Leicht zu manipulieren

Auf Erinnerungen ist nicht zwingend Verlass, zeigte ein Test

Erinnerungen sind trügerisch, wie eine im Fachblatt Memory veröffentlichte Studie der Universität Warwick (England) zeigt. 423 erwachsenen Probanden wurde mit Mitteln der Suggestion vorgegaukelt, dass sie als Kind bestimmte Dinge erlebt hätten – zum Beispiel eine Ballonfahrt. 30 Prozent erinnerten sich daraufhin an das vermeintlich Erlebte sogar in Bildern. Weitere 23 Prozent glaubten ­zumindest, dass das Ereignis stattgefunden hat.

10.04.2017, Bildnachweis: Jupiter Images/FRENCH PHOTOGRAPHERS ONLY


Kopfweh: Viel Licht, wenig Schmerz

Im Sonnenlicht bildet der Körper Vitamin D – möglicherweise gut gegen Kopfschmerzen

Ein Mangel an Vitamin D steigert offenbar das Risiko für chronische Kopfschmerzen. Das berichten Forscher der Uni­versity of Eastern Finland im Fachmagazin Scientific Reports. Fünf Jahre lang hatten sie 2600 Männer mitt­­leren Alters untersucht. 250 von ihnen litten unter chronischen Kopfschmerzen. Ergebnis: Die Studienteilnehmer mit dem niedrigsten Vitamin-D-Spiegel hatten ein doppelt so großes Risiko wie die mit dem höchsten. Über Kopfweh klagten die Männer häufiger von Ok­tober bis Mai. Da Vitamin D unter Einfluss von Sonnenlicht in der Haut gebildet wird, sind die Werte in den sonnenärmeren Monaten besonders niedrig.

08.04.2017, Bildnachweis: W&B/Bernhard Huber


Haustiere: Vierbeiner rauchen mit

Zigarettenqualm kann nicht nur Menschen krank machen, sondern auch Hund und Katze

Raucher schaden nicht nur sich selbst, sondern auch ihren Haustieren. Darauf weist die ­US-­Be­hörde für Lebens- und Arzneimittel hin. Bei Hunden erhöht der Zigarettenqualm das Risiko für Nasen- und  Lungenkrebs. Katzen nehmen die Schadstoffe zudem beim Putzen mit der Zunge auf, was Blutkrebs verursachen kann. Frisst ein Tier eine Zigarette ganz oder teilweise, muss sofort der Tierarzt aufgesucht werden.

07.04.2017, Bildnachweis: Jupiter Images GmbH/Comstock


Krafttraining: Pumpen fürs Hirn

Übungen mit Gewichten können sich positiv auf die Gehirnfunktion auswirken, zeigte eine Studie

Gewichte heben ist nicht nur gut für die Armmuskeln, sondern auch für das Gehirn. Das ergab eine Studie an drei australischen Universitäten. Personen, die mindestens 55 Jahre alt waren und leichte kognitive Beeinträchtigungen hatten, trainierten ein halbes Jahr lang zwei Mal pro Woche. Ihre Gehirnfunktionen waren danach ein wenig besser als zuvor und schienen mit dem Zuwachs an Kraft einherzugehen. Zum Vergleich trieb eine andere Gruppe während der gleichen Zeit eine Art "Placebo-Sport". Das leichte Stretching und andere Übungen, die den Herzschlag nicht beschleunigen, wirkten sich nicht auf die Hirnleistung aus. Die Ergebnisse wurden im Journal of the American Geriatrics Society veröffentlicht. Wichtig: Wer älter als 35 Jahre ist und neu mit Sport beginnt oder an chronischen Krankheiten leidet, sollte sich vor dem Start grünes Licht vom Arzt geben lassen.

06.04.2017, Bildnachweis: Jupiter Images GmbH/Polka Dot Images


Mukoviszidos: Bessere Chancen

Menschen mit Mukoviszidose haben heute wesentlich bessere Aussichten als noch vor 30 Jahren

Aktuelle Daten zeigen die großen Fortschritte bei der Therapie von Muko­­viszidose: Noch vor 30 Jahren starben die Patienten meist schon im Kindes­­alter an dieser erblichen Stoffwechsel­­krankheit. Jetzt leben in Deutschland erstmals mehr Erwachsene mit Mukoviszidose als Minderjährige. Medikamente, Inhalations- und Physiotherapien haben dazu beigetragen, dass die Betroffenen den zähen Schleim besser abhusten können, den ihre Lungen ständig produzieren. Weitere Fortschritte erhoffen sich Experten jetzt von Reihenuntersuchungen an Neugeborenen, die im September 2016 deutschlandweit eingeführt wurden. Mit einem möglichst frühen Therapie­beginn steigt die Chance, die Lunge langfristig gesund zu erhalten.

05.04.2017, Bildnachweis: Stockbyte/RYF


Ernährung: Gesunde Kost bei Krebs

Wer sich nach einer Tumorerkrankung ausgewogen ernährt, verbessert seine Prognose

Nach einer Krebserkrankung kommt es besonders auf eine ausgewogene Ernährung an. Günstig ist etwa die sogenannte Mittelmeer-Kost mit reichlich Getreideprodukten, Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten, Nüssen und Fisch. Das ergab die Analyse von 117 Studien in der Fachzeitschrift Nutrition Reviews. Bei ungesunder Ernährung mit viel Zucker, gesättigten Fetten und Salz stieg das Risiko für einen frühen Tod auf das 1,5-Fache.

04.04.2017, Bildnachweis: iStock/vikif


Morbus Crohn: Woher kommen die Entzündungen?

Wissenschaftler haben drei Arten von Mikroorganismen entdeckt, die möglicherweise eine Rolle bei der Darmkrankheit Morbus Crohn spielen

Woher kommen die Entzündungen im Darm von Morbus-Crohn-Pa­tienten? Wissenschaftler haben jetzt drei neue Verdächtige: zwei Bakterien, E. coli und Serratia marcescens, sowie den Pilz Candida tropicalis, die als Trio einen Biofilm bilden. Dieser haftet an der Darmschleimwand und kann entzündliche Reaktionen ver­ursachen. Das berichtet ein internationales Forscherteam im Fachmagazin mBio

02.02.2017, Bildnachweis: W&B/Dr. Ulrike Möhle


Gesundheit: Aus der Hand lesen

Mit welcher Kraft ein Mensch einem anderen die Hand drückt, lässt anscheinend Aussagen auf dessen Gesundheitszustand zu. Das ergab zumindest eine Studie

Nicht die Lebenslinie zeigt die Zukunft eines Menschen – sondern sein Händedruck. Laut einer Studie lässt sich aus ihm das Risiko ableiten, frühzeitig zu sterben. Österreichische Forscher veröffentlichten entsprechende Werte im Fachmagazin PLOS One. Die Kraft des Händedrucks wurde dafür mit einem Dynamometer gemessen. Beispiel: Ein Mann zwischen 30 und 34 Jahren, der über 1,90 Meter groß ist, drückt im Schnitt mit 57 Kilo zu. Sinkt der Wert auf unter 49, ist das ein Hinweis auf ein erhöhtes Gesundheitsrisiko.

01.02.2017, Bildnachweis: Thinkstock/Fuse


Skifahren: Anfahrt ohne Übelkeit meistern

31.01.2017

Auf der Piste ist alles wunderbar, aber vorher im Auto wird es so manchem schlecht. Grund sind die kurvigen Straßen ins Skigebiet. Was hilft

Pisten hinunterwedeln finden viele wunderbar, die Anreise weniger. Denn viele Straßen zu Skigebieten schlängeln sich kurvenreiche Bergpässe hinauf. Damit einem dabei nicht übel wird, helfen ätherische Öle zum Schnuppern, zum Beispiel aus Pfefferminz und Ingwer. Pfefferminzöl entspannt, Ingwer wirkt gegen Übelkeit. Außerdem sollten Mitfahrer lieber aus dem Fenster schauen, als ein Buch zu lesen. So können sie Kurven vorher sehen – und natürlich die Winterlandschaft genießen.

31.01.2017, Bildnachweis: Jupiter Images GmbH/Thinkstock LLC


Müsli: Haferflocken als Cholesterinsenker?

Das Getreide wirkt sich günstig auf den Cholesterinspiegel aus

Dass Haferflocken das "schlechte" LDL-Cholesterin im Blut verringern, ist bekannt. Dass sie auch andere Blutfette reduzieren können, haben Forscher aus Kanada jetzt in einer Überblicks­studie nach­gewiesen. Wie sie im British Journal of Nutrition berichten, können 3,5 Gramm des Hafer-Ballaststoffs Betaglucan pro Tag die Werte des Gesamt-Choles­terins (abzüglich des schützenden HDL-Cholesterins) leicht senken. Doch müsste man dafür mehr als 100 Gramm Haferflocken verzehren. Der gesunde Stoff steckt auch in Haferkleie und Gerste.

30.01.2017, Bildnachweis: Thinkstock/iStockphoto


Heilpflanze: Gesunde Kapuzinerkresse

Die Arzneipflanze enthält Senföle, die antibakteriell wirken. In einem Experiment zeigte sich, dass sie auch den Zuckerstoffwechsel beeinflussen

Senföle aus der Kapuzinerkresse wirken nicht nur antibakteriell, sie können auch den Zucker­stoffwechsel beeinflussen. Das zeigt eine Untersuchung des Deutschen Instituts für Ernährungs­forschung und des Leibniz-Instituts für Gemüse- und Zierpflanzenbau. In Labortests stellten Leberzellen weniger Enzyme her, die nötig sind, um Zucker zu bilden, berichten die Forscher in der Fachzeitschrift PLOS One.

28.01.2017, Bildnachweis: Thinkstock/iStock


Schilddrüse: Beschwerden trotz Tabletten?

Patienten verspüren manchmal, obwohl sie Schilddrüsenmedikamente einnehmen, Symptome wie Müdigkeit und Antriebslosigkeit. Ein Grund, zum Arzt zu gehen, sagen Forscher

Hormontabletten normalisieren zu niedrige Werte des Schild­drüsenhormons. Trotzdem ­fühlen sich manche Patienten weiterhin müde und antriebslos, nehmen zu und leiden unter Verstopfung. Eine US-Studie belegt jetzt: Das sind keine Hirngespinste. Rat: den Arzt ansprechen und eventuell die Therapie anpassen lassen.

27.01.2017, Bildnachweis: Jupiter Images/FRENCH PHOTOGRAPHERS ONLY


Abnehmen: Wasser statt Diätgetränk

Wer Wasser statt zuckerfreie, aber gesüßte Getränke zu sich nimmt, verliert mehr an Gewicht

Beim Abnehmen auf Diätgetränke zu setzen ist keine gute Idee. Das belegt eine Studie britischer und iranischer Forscher: Übergewichtige und ­­zuckerkranke Frauen tranken täglich ein kalorienfrei gesüßtes Getränk, die Kontrollgruppe bekam nur ­Wasser. Bei Letzterer war nach 24 Wochen im Schnitt über ein Kilo mehr verschwunden. Zudem waren die Blutzuckerwerte besser.

26.01.2017, Bildnachweis: Thinkstock/istock


Job: Sport gegen Stress

Viele Menschen sind gestresst. Körperliche Bewegung kann ihnen helfen, besser damit umzugehen

Sechs von zehn Menschen in Deutschland fühlen sich ge­stresst. Ein knappes Viertel der Bevölkerung gibt in der TK-Stressstudie 2016 sogar an, häufig überlastet zu sein. 40 Prozent jedoch empfinden das selten oder nie – vielleicht, weil sie Sport treiben.
Arbeitsforscher der Technischen Universität Dortmund zeigten mit einer Datenanalyse, dass Menschen, die körperlich fit sind, besser mit Stress im Job um­gehen, als solche, die selten sporteln. Sie können ihre Gefühle und ihr Verhalten leichter regulieren. Für die Studie maßen die Wissenschaftler die körperliche Fitness von 800 Berufstätigen, anschließend befragten sie sie zu ­ihrer psychischen Belastung am Arbeitsplatz.

25.01.2017, Bildnachweis: iStock/ Tomml


Rückenschmerzen: Hilfe durch Placebo

Eine Studie zeigt: Sogar als die Teilnehmer wussten, dass sie ein wirkungsloses Mittel bekamen, half es ihnen

Erstaunlich: Selbst wenn der Arzt dem Patienten sagt, dass er ihm nur ein
wirkungsloses Präparat gibt, erzielt dieses Placebo positive Effekte. Für eine Studie schluckten Menschen mit Rücken­beschwerden entweder nur ein Schmerzmittel oder zusätzlich ein Placebo. Nach drei Wochen hatten die Beschwerden in der Placebo-Gruppe dennoch deut­licher nachgelassen als in der Vergleichs­gruppe. Die Forscher veröffentlichten ihre Ergebnisse im Fachmagazin Pain.

24.01.2017, Bildnachweis: Thinkstock/iStockphoto


Wärmepflaster: Sauna erlaubt?

Wer tagsüber ein Wärmepflaster anwendet und abends in die Sauna möchte, sollte vorsichtig sein

Sie tragen tagsüber ein ­Wärmepflaster und wollen abends in die Sauna. Wärmepflaster helfen bei Muskelverspannungen und Gelenkschmerzen, die nicht durch eine Entzündung ausgelöst sind. Die durchblutungsfördernden Stoffe können aber im Zusammenspiel mit Saunawärme sehr unangenehm werden.
Waschen Sie nach dem Abnehmen des Pflasters die Haut nicht mit Wasser und ­Reinigungsmittel. Denn das ­entfernt die fettlöslichen ­Inhaltsstoffe nur in geringem ­Maß. Besser eignet sich ein Wattepad mit Babyöl oder eine fette Creme, um die Wirkstoffe des Pflasters zu entfernen.

23.01.2017, Bildnachweis: Thinkstock/Comstock Images


Senioren profitieren: Enkel hüten hält gesund

Großeltern scheint es gut zu tun, auf ihre Enkelkinder aufzupassen. Zu diesem Ergebnis kommen britische Wissenschaftler

Nichts geht ohne Oma: In vielen Familien springen Großeltern bei der Kinderbetreuung ein. Sich um den Nachwuchs zu kümmern mag mitunter anstrengend sein, meinen britische Forscher nun. Alles in allem scheinen Senioren aber zu profitieren: Wer Enkel hütet, fühlt sich gesünder und leidet seltener an depressiven Symptomen als Großeltern ohne Familieneinsatz. Die Wissenschaftler hatten Daten einer Langzeitstudie gesichtet.

17.01.2017, Bildnachweis: Thinkstock/iStockphoto


Weihnachtsaktion

Sie sind auf der Suche nach einem passenden Weihnachtsgeschenk, einer Überraschung zum Nikolaus oder möchten sich gerne mal wieder selber verwöhnen?

Dann kommen Sie vorbei. Wir beraten Sie gerne.