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Forschung: Schöner Karriereknick?

Attraktive Wissenschaftler werden als weniger kompetent eingeschätzt, zeigt eine Studie

Attraktiv, hip und sportlich. Gutes Aussehen kann im Job die Karrierechancen verbessern. In der Forschung ist das eher seltener der Fall. Denn gut aussehende Wissenschaftler werden als weniger kompetent wahrgenommen. Das ergab eine Studie, die an den Universitäten Cambridge und Essex ­(Groß­britannien) durchgeführt wurde. War ein Forscher attraktiv, interessierten sich die Testpersonen zwar mehr für seine Arbeit, doch hielten sie diese fachlich für weniger hochwertig.

15.09.2017, Bildnachweis: istock/Yuri Arcurs


Vorsätze: Übertriebene Selbstkontrolle

Ein Test zeigte: Wer sich sehr viel vornimmt, scheitert besonders leicht

Ab morgen hab ich mich voll im Griff: Süßes ist tabu, und abends mache ich die Steuer­erklärung. Psychologen raten von solchen radikalen Vorsätzen ab. Wer sich vornimmt, ­sämt­lichen Versu­chun­gen und Ablenkungen zu widerstehen, erreicht meist das Gegenteil. Das ­berichten Wissenschaftler im Fachblatt Persona­lity and ­Social Psychology Bulletin. Testpersonen ­­scheiterten ­besonders oft daran, unangenehme Aufgaben zu erledigen, wenn sie sich vornahmen, absolut konzentriert und fokussiert zu sein.

14.09.2017, Bildnachweis: istock/courtyardpix


Epilepsie: Mehr Anfälle bei Tiefdruck

Das Wetter hat einen Einfluss auf das Anfallrisiko, fanden Forscher heraus

Was viele Epilepsie-Patienten aus Erfahrung kennen, bestätigen jetzt Neurologen des Uniklinikums Jena in einer Studie mit 604 Betroffenen: Je niedriger der Luftdruck, umso höher ist am nächsten Tag das Anfallrisiko. Auch bei hoher Luftfeuchtigkeit steigt es. Sommerliche Temperaturen wirken sich dagegen günstig aus. Das berichten die Mediziner im Fachblatt Epilepsia.

13.09.2017, Bildnachweis: istock/naumoid


Ernährung: Fisch gegen Rheuma

Wer regelmäßig Fisch isst, kann damit Gelenkentzündungen positiv beeinflussen. Das zeigt eine Studie

Zweimal pro Woche Fisch: Diese gängige Empfehlung sollten vor allem Patienten mit rheuma­toider Arthritis beherzigen. Zumindest weist eine Studie darauf hin, dass der regelmäßige Verzehr von fettem Seefisch wie Thunfisch, Lachs oder Sar­dinen die Symptome lindert. Wie Rheumatologen aus Boston (USA) im Fachblatt Arthritis Care and Research schreiben, war die Gelenkentzündung bei Patienten, die zweimal pro Woche Fisch aßen, ­weniger aktiv als bei Fisch-Abstinenz­lern. Je mehr davon auf den Teller kam, umso geringer die Krankheitsaktivität.

12.09.2017, Bildnachweis: istock/flyfloor


Gesundheit: Frag mal das Internet!

Viele informieren sich im Netz, bevor sie den Arzt aufsuchen. Die meisten Mediziner befürworten das, ergab eine Umfrage

Vor dem Arztbesuch schon im Internet recherchiert, wo es zwickt? Informierte Patienten sind nicht nervig. Im Gegenteil: 68 Prozent der Mediziner finden es gut, wenn sich ihre Patienten im Netz schlaugemacht haben, auch wenn sie immer wieder Fehldiagnosen richtigstellen müssen. Das ergab eine Um­frage des Ärztenachrichtendiensts in Hamburg. Einen Arzt ersetzt das Internet eben nicht.

 
11.09.2017, Bildnachweis: istock/Geber86


Muskelkrämpfe: Dehnen hilft

Wer betroffene Muskelpartien regelmäßig dehnt, senkt sein Risiko für wiederholte Muskelkrämpfe

Egal ob beim Sport oder mitten in der Nacht im Bett – wenn sich Muskeln plötzlich verkrampfen, tut das höllisch weh. Ab 65 Jahren treten solche Krämpfe häufiger auf, aber auch jüngere Menschen leiden darunter. Bestes Gegenmittel? Dehnen. Das rät die aktualisierte Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Neurologie. Es vertreibt den Schmerz nicht nur im Akutfall. Wer unter nächtlichen Krämpfen leidet, sollte die betroffenen Muskelpartien regelmäßig dehnen, um die Anfälligkeit für Krämpfe zu reduzieren. Bei einem Wadenkrampf beispiels­weise hilft es, das Bein auszustrecken und sanft die Fußspitzen zum Körper hin­zuziehen. Immer wiederkehrende Krämpfe muss der Arzt abklären. Er kann gegebenenfalls ein Medikament verordnen.

09.09.2017, Bildnachweis: istock/Yobro10


Alkohol: Getrübter Geist

Auch geringe Mengen Alkohol bleiben womöglich nicht ohne Folgen für das Gehirn. Das zeigt eine Langzeitstudie

Selbst moderate Mengen Alkohol können auf Dauer dem Gehirn schaden. Das ergab eine im British Medical Journal veröffentlichte Langzeitstudie von 30 Jahren Dauer. Bereits fünf Halbe Bier oder fünf "Viertele" Wein pro Woche beeinträchtigen das Sprachvermögen und verkleinernden Hippocampus, eine Hirnregion, die für das Lernen und das Gedächtnis wichtig ist. Die Mengen entsprechen der für Männer geltenden Obergrenze. Frauen sollten höchstens die Hälfte trinken.

08.09.2017, Bildnachweis: istock/kiyanochka


Medikamente: Einfacher Name, höhere Dosis

Trägt das Arzneimittel einen schwierigen Namen, wählen Patienten eine niedrigere Dosis aus. Das zeigte ein Experiment

Cytrigmcmium, Nxungzictrop, Ribozoxtlitp: Wenn der Name eines Medikaments kompliziert klingt, dosieren Patienten es niedriger als Arzneien mit einfacheren Bezeichnungen. Das zeigten Psychologinnen aus Köln und Ohio (USA) mit Experimenten, bei denen die Teilnehmer festlegen sollten, welche Menge eines fiktiven Medikaments mit Fantasienamen sie sich selbst oder einem Kind verabreichen würden. Veröffentlicht wurde die Studie in dem Fachmagazin Journal of Experimental Psychology: Applied.

07.09.2017, Bildnachweis: istock/angiii


Autofahren: Telefonieren lenkt ab

Auch mit Freisprechanlage stört ein Telefonat im Auto die Konzentration

Das Telefonieren beim Autofahren macht unaufmerksam, auch wenn man sich dabei korrekt verhält und eine Freisprechanlage benutzt. Das fanden Forscher der Universität von Iowa (USA) heraus. Freiwillige sollten dazu während einer simulierten Autofahrt Fragen beantworten. Sie brauchten im Schnitt doppelt so lange, um ihre Augen auf neu eingeblendete Gegenstände zu richten, wie Teilnehmer, die nicht durch Fragen abgelenkt waren.

06.09.2017, Bildnachweis: istock/Anetlanda


Rauchen: Gefährliche „Light-Zigaretten“

Rauchen erhöht das Krebsrisiko – das gilt wohl auch für sogenannte Light-Zigaretten

Von wegen weniger schädlich: Forscher der Ohio State University (USA) gehen davon aus, dass das Rauchen von Light-Zigaretten zum Anstieg eines Lungenkrebstyps (Adenokarzinom) geführt hat. Ihre Auswertung von mehr als 3000 Studien im Journal of the National Cancer Institute zeigt einen starken Hinweis auf diesen Zusammenhang.

05.09.2017, Bildnachweis: istock/Rob Ellis


Konzentration: Mit kühlem Kopf

Schon das Abkühlen in Gedanken kann die Konzentration steigern

Gerade im Hochsommer lohnt es sich, einen kühlen Kopf zu bewahren. Das konnten Psychologen der Ben-Gurion-Universität (Israel) anhand zweier Experimente mit 87 Studenten zeigen. Testpersonen, die zuvor einem Kälte­­reiz ausgesetzt waren, schnitten bei Konzentrationstests deutlich besser ab als ohne diese Prozedur. Erstaunlicherweise hatte der Anblick einer Winterlandschaft den gleichen Effekt: Die Betrachter konnten ihre Gedanken besser fokussieren als Studenten, die eine sonnige Szene angeschaut hatten. Offenbar hat die Vorstellungskraft ebenfalls Einfluss auf das Konzentrationsvermögen. Die Studien erschienen im Fachmagazin Psychological Research.

24.07.2017, Bildnachweis: iStock/Nastia11


Gehirn: Tagträume machen klüger

Lassen Sie Ihren Gedanken freien Lauf – das schult die Konzentration, sagen Wissenschaftler

Verträumte Menschen gelten als wenig lebenstüchtig. Zu Unrecht, wie Forscher des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig und an der Universität York (England) herausfanden. Gehirnscans zeigten: Wer seinen Gedanken öfter bewusst freien Lauf lässt, schult damit seine Konzentration. Tagträume können zudem als eine Art Probebühne dienen, um zukünf­tige Ereignisse durchzuspielen oder aktuelle Probleme zu lösen, berichten die Wissenschaftler im Fachblatt Neuroimage.

22.07.2017, Bildnachweis: iStock/Nastia11


Kochen: Gesünder per Buch

Suchen Sie im Internet oder in Kochbüchern nach Rezepten? Forscher sagen: Letzteres ist gesünder

Blättern lohnt sich: Wer sich bei der Suche nach Rezeptideen von Kochbüchern ­inspirieren lässt, isst im Schnitt gesünder als jemand, der im Internet nach Anregungen sucht. Zu diesem Ergebnis kamen Forscher der Universitäten in Regensburg, Wien und ­Newcastle (England), indem sie ein Jahr lang Hunderttausende Rezepte aus populären Kochportalen und -büchern verglichen. Die WHO-Empfehlungen für Nährwerte wie Fett und Ballaststoffe wurden online nur sehr selten berücksichtigt.

21.07.2017, Bildnachweis: iStock/ariwasabi


Zöliakie: Viren unter Verdacht

Viele Getreidesorten enthalten Gluten, das manche Menschen nicht vertragen. Möglicherweise spielen bestimmte Viren als Auslöser eine Rolle

Etwa ein Prozent der Bevölkerung leidet unter Glutenunverträglichkeit, auch Zöliakie genannt. Das in vielen Getreidesorten enthaltene Klebereiweiß führt dann zu Bauchschmerzen bis hin zu chronischen Darmentzündungen. Bei Zöliakie handelt es sich um eine Autoimmun­erkran­kung, die nicht heilbar ist. Bisher hatte man vor allem Erbanlagen als Ursache im Blick.
Jetzt entdeckten Forscher aus Chicago und Pittsburgh (USA), dass auch Umweltfaktoren eine Rolle spielen. Womöglich kann eine Infektion mit eigentlich harmlosen Reoviren die Krankheit auslösen und verstärken. Bestätigt sich das, ließe sich Zöliakie vielleicht eines Tages durch eine Impfung gegen Reoviren verhindern. Die Wissenschaftler veröffentlichten ihre Ergebnisse im Fachblatt Science.

20.07.2017, Bildnachweis: Thinkstock/iStockphoto


Psyche: Antidepressiva gezielter verordnen

Mittel gegen psychische Beschwerden schlagen oft nicht an. Wissenschaftler versuchen, anhand von Bluttests zu erkennen, ob ein Patient auf die Arznei anspricht

Bei etwa einem Drittel aller Patienten mit Depressionen schlägt das erste verordnete Medikament nicht an. ­Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie haben jetzt bestimmte Merkmale im Blut identifiziert, die Vorhersagen zur Wirkung von Antidepressiva ermöglichen sollen. Anhand von Blutproben konnten sie er­kennen, ob die Patienten auf die Behandlung mit dem Wirkstoff Paroxetin ansprechen. Die Forscher hoffen, dass ihre Ergebnisse die Therapie schwer behandelbarer Depressionen verbessern.

19.07.2017, Bildnachweis: iStock/laflor


Kaffee: Schützt Espresso vor Krebs?

Manche lieben es, nach dem Essen eine Tasse Espresso zu trinken. Männer können damit womöglich sogar ihr Risiko für Prostatakrebs senken

Gute Nachricht für die Fans von Espresso: Wer täglich mehr als drei Tassen davon trinkt, hat offenbar nur ein halb so hohes Risiko für Prostatakrebs wie die Freunde von Filter­kaffee. Das schreiben Forscher nach vierjähriger Beobachtung von 7000 Italienern im International Journal of Cancer. Mögliche Erklärung: Durch den Druck und die hohe Temperatur gelangen beim Zubereiten mehr krebshemmende Substanzen in das Getränk.

18.07.2017, Bildnachweis: Thinkstock/istock


Abgase: Schädlicher Feinstaub

Ein Laborexperiment zeigt, dass Feinstaubpartikel bestimmte Krankheitserreger reaktivieren können – zum Beispiel das Epstein-Barr-Virus

Abgase schaden unserer Gesundheit auf vielfältige Art. Forscher des Helmholtz-Zentrums in München haben jetzt einen weiteren Effekt entdeckt. Im Labor­versuch fanden sie heraus, dass Feinstaub-Partikel ruhende Erreger reaktivieren können – etwa Herpes- oder Epstein-Barr-Viren. Ähnliche Zusammenhänge könnten auch für Menschen gelten, vermuten die Forscher im Fachjournal Particle and Fibre Toxicology. Sie hatten unter anderem menschliche Lungenzellen untersucht.

26.04.2017, Bildnachweis: Thinkstock/iStockphoto


Weihnachtsaktion

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Dann kommen Sie vorbei. Wir beraten Sie gerne.