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Wonnemonat – Wandermonat: Vorsicht vor Zecken!

Aktualisiert (Mittwoch, den 09. Mai 2012 um 08:37 Uhr) Mittwoch, den 09. Mai 2012 um 08:29 Uhr

Zecken: wile sie Krankheiten übertragen können, sollte man sich vor ihnen schützenWeil sie Krankheiten übertragen können,
sollte man sich gegen Zecken ausreichend schützen.
Foto: zecken.de

Tipps, wie man Zeckenstichen vorbeugen und sich schützen kann

(dgk) Im Mai erwacht die Natur in voller Blüte – es ist die ideale Zeit für alle Wanderfreunde, durch Wald und Flur zu streifen. Doch jetzt haben auch Zecken Hochkonjunktur. Die kleinen Spinnentierchen können für den Menschen potenziell gefährliche Krankheitsüberträger sein, so zum Beispiel für die gefährliche Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) oder für Borreliose.

Aber wie schützt man sich am besten? Der einfachste Weg, Infektionen durch Zeckenstiche zu vermeiden ist, sich grundsätzlich von den Lebensräumen der Zecken fernzuhalten. Viele Menschen möchten aber verständlicherweise nicht auf die Erholung im Grünen verzichten oder sie leben in FSME-Endemiegebieten. Für sie ist es deshalb wichtig, bestimmte Verhaltensregeln zu beachten.

So sollte sich jeder, der innerhalb Deutschlands oder im Ausland eine Urlaubsreise unternehmen möchte, die mit Campen, Wandern, Beerenpflücken und anderen Aktivitäten in der Natur verbunden ist, vorher erkundigen, ob das Urlaubsziel in einem FSME-Gebiet oder in einer Gegend mit erhöhter Anzahl von Borreliose-Fällen liegt und welche Vorsichtsmaßnahmen zu treffen sind. Die STIKO empfiehlt eine FSME-Impfung allen, die durch Beruf oder Freizeitaktivitäten Zecken in FSME-Gebieten potenziell ausgesetzt sind. Auskunft erteilt die für das Urlaubsziel zuständige Gesundheitsbehörde. Auch wer aus der Stadt aufs Land zieht, sollte sich beim örtlichen Gesundheitsamt über das Zeckenrisiko am neuen Wohnort erkundigen.

Vier goldene Verhaltensregeln
Während des Aufenthaltes in einem Zeckenbiotop helfen einige Verhaltensregeln, Zeckenstiche zu vermeiden:

  • Im Wald die Wege benutzen, nicht durch dichtes Unterholz gehen.
  • Durch geschlossene Kleidung Zeckenstiche vermeiden. Helle Kleidung tragen, das erleichtert das Absuchen.
  • Einreiben mit Insekten abwehrenden Mitteln. Das bietet zwar keinen absoluten Schutz, ist aber für etwa zwei Stunden hilfreich.
  • Möglichst alle zwei Stunden, spätestens aber nach Beenden des Aufenthalts im Wald, Kleidung und Körper systematisch nach Zecken absuchen, dabei vor allem Haaransatz, Kniekehlen und Ellenbeugen berücksichtigen.


Zecken richtig entfernen
Chemische Methoden wie das Beträufeln mit Nagellack, Feuerzeugbenzin oder Brennspiritus, um die Zecken zu entfernen, erwiesen sich in Studien als vollkommen nutzlos. Selbst nach einem 30-minütigen „Bad“ in den entsprechenden Substanzen hatten sich die so behandelten Zecken nicht aus der Haut der Tiere gelöst. Die Kombination von chemischen und mechanischen Methoden brachte ebenfalls keinerlei Vorteil.
Als sinnvoll erwies sich dagegen das Herausdrehen mit einer Zeckenzange. Die Empfehlung lautet daher: Zecken sollten möglichst rasch und mit wenig Druck aus der Haut gehebelt werden. Die Richtung, in welcher die Zecke herausgedreht wird, spielt dabei keine Rolle.

Schnelles Entfernen kann vor Borreliose schützen – aber nicht vor FSME
Eine schnelle und sachgemäße Entfernung von Zecken ist nicht nur wichtig, um lokale Entzündungen an der Stichstelle zu vermeiden. Vor allem kann so, bis zu einem gewissen Grad, eine Borreliose verhindert werden. Das Risiko einer Infektion mit Borrelien lässt sich durch eine schnelle und sachgemäße Zeckenentfernung deutlich reduzieren, da es mehrere Stunden dauert, bis die Erreger beim Saugen vom Magen-Darm-Trakt der Zecke auf den Menschen übergehen.
Ganz anders ist es bei FSME: Die Viren werden sofort nach dem Stich übertragen, da sie in den Speicheldrüsen der Zecke sitzen – hier hilft nur eine vorbeugende Schutzimpfung.

Quelle: www.dgk.de

 

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116117 für den ärztlichen Bereitschaftsdienst

Aktualisiert (Mittwoch, den 18. April 2012 um 10:53 Uhr) Mittwoch, den 18. April 2012 um 10:24 Uhr

116 117 lautet die neue bundeseinheitliche Rufnummer für den ärztlichen Bereitschaftsdienst. Allerdings können Sie auch weiterhin unter den bisherigen Bereitschaftsdiensttelefonnummern den Dienst habenden Arzt erreichen.

In lebensbedrohlichen Situationen rufen Sie bitte den Notarzt unter 112

 

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Vor der Gartensaison den Tetanusschutz prüfen

Aktualisiert (Donnerstag, den 12. April 2012 um 16:56 Uhr) Donnerstag, den 12. April 2012 um 16:54 Uhr

(Marburg, 11. April 2012) Im April herrscht Hochsaison im heimischen Garten, denn es wird gepflanzt und gesät. Kompost muss verteilt, Stauden geteilt, Beete gesäubert werden. Viele Arbeiten also, bei denen Hobbygärtner mit Erde in Berührung kommen.

Das sollte Anlass geben, einen Blick in den Impfpass zu werfen, um zu überprüfen, ob der Tetanusschutz noch reicht. Denn die Tetanus-Impfung schützt vor einem unsichtbaren, aber gefährlichen Mitbewohner unserer Gärten, dem Tetanus-Bakterium Clostridium tetani. Seine Sporen können monate- bis jahrelang in Erdreich und Staub, aber auch auf Pflanzenteilen überdauern.

Durch eine Verletzung – das kann eine Bagatelle wie ein Kratzer oder Dornenstich sein – gelangen sie in den Körper. Sie wandeln sich zu den gefährlichen Tetanus-Bakterien um, deren Giftwirkung zu den gefürchteten schweren Krämpfen bei vollem Bewusstsein führen. Dabei kann es zu Erstickungsanfällen kommen. Trotz moderner Behandlungsmethoden liegt die Sterblichkeit ungeimpfter Tetanuskranker noch immer bei mehr als 30 Prozent.

In Deutschland wurden in den vergangenen Jahren weniger als 15 Tetanusfälle jährlich registriert; betroffen waren überwiegend ältere Menschen. Sie haben oft zu wenig Abwehrstoffe gegen Tetanus-Bakterien, weil bei ihnen die Auffrischimpfungen häufig vergessen werden. Mit den Erregern infizierten sie sich meist bei der Gartenarbeit über leichte Hautverletzungen oder über andere Wunden, die im höheren Alter häufig sind. Beispiele dafür sind ein "offenes Bein", ein entzündetes "Hühnerauge" oder schlecht heilende Wunden wegen Zuckerkrank-heit.

Alle zehn Jahre braucht unser Immunsystem eine Tetanus-Auffrischimpfung, damit der Impfschutz erhalten bleibt, den wir mit der aus drei Impfungen bestehenden Grundimmunisierung erwerben. Wer einmal eine Grundimmunisierung erhalten hat, braucht sie nie wieder, es sei denn, der Impfausweis geht verloren, und es fehlt der Nachweis dieser aus drei Impfungen bestehende Impfserie. Ansonsten reicht eine Auffrischung alle zehn Jahre aus, um den vollen Impfschutz zu erhalten – auch wenn der Abstand zur letzten Impfung einmal deutlich größer ausgefallen ist. Und das kommt häufiger mal vor. Die „gefühlten“ fünf oder sechs Jahre, vor denen man die letzte Tetanusimpfung erhalten hat, entpuppen sich nicht selten als zehn Jahre oder mehr.

Die Tetanus-Impfung sollte nicht als Einzelimpfstoff gegeben werden, sondern stets zusammen mit der Impfung gegen Diphtherie, damit auch gegen diese gefährliche Infektionskrankheit der Schutz alle zehn Jahre erneuert wird. Außerdem sollte sich jeder Erwachsene mit der nächsten fälligen Impfung gegen Tetanus und Diphtherie auch gegen Keuchhusten schützen lassen. Denn Keuchhusten ist heute eine Erwachsenenkrankheit geworden, das Durchschnittsalter der Erkrankten liegt bei über 40 Jahren.
Benötigt man auch noch eine Impfung gegen Kinderlähmung, z. B. weil eine Impfung fehlt oder eine größere Reise nach Afrika oder Asien ansteht, wo Kinderlähmung noch verbreitet ist, dann kann man sich auch gleichzeitig gegen alle vier Infektionskrankheiten impfen lassen: Tetanus, Diphtherie, Keuch-husten und Kinderlähmung.

 

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Organspende – künftig kein Tabu-Thema mehr

Aktualisiert (Donnerstag, den 12. April 2012 um 16:53 Uhr) Donnerstag, den 12. April 2012 um 16:47 Uhr

Organspendeausweis. Foto: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA)

Noch immer setzen sich zu wenige mit dem wichtigen Thema Organspende auseinander und Menschen müssen sterben, weil sich kein Transplantationsorgan findet. Das soll sich künftig ändern. Jeder soll sich informieren und aktiv eine Entscheidung treffen

(Marburg, 11. April 2012) Es ist ein sensibles Thema: Organspende. Wir verdrängen es gern, und wenn wir selbst betroffen sind oder ein Familienangehöriger, stehen wir plötzlich davor, sich binnen Kurzem entscheiden zu müssen. In fast 80 Prozent der Transplantationsfälle sind die Ange-hörigen von hirntoten Patienten gezwungen, eine Entscheidung zu fällen, weil keine ausdrückliche Erklärung vorliegt.

Dabei setzen pro Jahr etwa 12.000 schwer kranke Menschen in Deutschland ihre Hoffnung in die Transplantation eines Organs. Ihr Überleben und ihre Lebensqualität hängen von der Bereitschaft ihrer Mitmenschen ab, Organe nach dem Tod zu spenden. Weil aber keine geeignete Niere, Leber, Lunge oder Herz zur Verfügung steht, müssen etwa 1.000 sterben.

Grundsätzlich ist die Einstellung zur Organ- und Gewebeentnahme zwar positiv, wie eine Umfrage zeigt, wonach 74 Prozent der Deutschen mit einer Organentnahme nach ihrem Tod einverstanden wären. Aber nur etwa jeder Vierte hat auch einen Organspendeausweis. Der Aufklärungsbedarf ist also nach wie vor groß; noch immer gibt es offenbar Unsicherheiten und Fragen. Das belegen auch die jüngsten, rückläufigen Zahlen: Im vorigen Jahr ist die Zahl der Organspender auf 1.200 gesunken – 7,4 Prozent weniger als noch im Vorjahr 2010.

Es ist daher umso wichtiger, dass man sich einmal Zeit nimmt und versucht, seinen eigenen Standpunkt zum Thema Organspende zu finden. Dazu will nun auch die Politik beitragen: Kürzlich haben sich die Bundestagsfraktionen auf einen Gruppenantrag für die Einführung der sogenannten Entscheidungslösung geeinigt. Möglichst viele Menschen sollen sich mit dem Thema Organ- und Gewebespende auseinandersetzen und ihre Entscheidung festhal-ten. Der Gesetzentwurf sieht vor, dass jeder über 16-Jährige von seiner Krankenversicherung angeschrieben wird und einen Organspenderausweis zugeschickt bekommt. Danach soll die Spende-Bereitschaft alle zwei Jahre erneut abgefragt werden. Ein Tabu soll damit aufgebrochen werden.

Ob sich dadurch die Bereitschaft zur Organspende erhöhen wird, ist nicht gewiss, aber jeder ist nun angehalten, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. In der Frage für oder gegen Organ- und Gewebespende gibt es kein „Richtig“ oder „Falsch“. Auch wer sich dagegen entscheidet, darf sich nicht ins Abseits gedrängt fühlen. Wichtig ist aber, dass man zu einer Entscheidung kommt, diese in einem Organspendeausweis dokumentiert und mit Angehörigen darüber spricht.

Dabei sollte man sich bewusst machen: Die Entscheidung für einen Organspendeausweis ist ein Akt der Vorsorge und könnte Leben retten!

Foto: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA)

Quelle: www.dgk.de

 

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Viele Patienten nehmen ihre Medikamente nicht ein

Aktualisiert (Donnerstag, den 12. April 2012 um 11:52 Uhr) Donnerstag, den 12. April 2012 um 11:45 Uhr

„Drug-Holidays“ gefährden die Gesundheit

Hannover, 10. April 2012 – Deutschland hat eines der besten Gesundheitssysteme der Welt. Wer krank ist, geht zu einem Arzt oder Apotheker und da der Patient schnell wieder gesund werden will, folgt er in der Regel den Anweisungen. Die Realität ist eine andere: 50 Prozent der Patienten nehmen bei Langzeittherapien ihre Medikamente gar nicht oder falsch ein. Die so genannte fehlende Einnahmetreue verursacht jährlich mehrere Milliarden Euro direkte Kosten u. a. aufgrund von Krankenhauseinweisungen.

Viele Patienten lösen das vom Arzt verordnete Rezept erst gar nicht ein. Der Grund hierfür liegt häufig am mangelnden Leidensdruck, weiß die Apothekerkammer Niedersachsen. An Tagen, an dem es dem Patienten besonders gut geht, fehlt ihm das Verständnis, seine Medikamente  konsequent zu nehmen. Eine regelmäßige Medikamenteneinnahme ist aber für den Erfolg der Therapie sehr wichtig.

Auch die mit den Krankenkassen abgeschlossenen Rabattverträge machen es den Patienten schwer, den Überblick über die einzunehmenden Medikamente zu behalten. Wer regelmäßig und über einen längeren Zeitraum Tabletten einnehmen muss, bekommt oft  – je nachdem mit welchem Hersteller die Krankenversicherung einen Rabattvertrag ausgehandelt hat – ein neues Medikament. Der Wirkstoff bleibt zwar gleich, doch Form und Farbe der Medikamente und der Verpackung können variieren. Patienten, die mehr als drei Arzneimittel nehmen müssen, können hier schnell durcheinander kommen und durch die Namensunterschiede zwischen verordnetem und abgegebenem Präparat verunsichert werden und dann das Vertrauen in die Behandlung verlieren.

Eine mangelnde Therapietreue stellen die niedersächsischen Apotheker vor allem bei älteren oder chronisch kranken Patienten fest. Insbesondere die Anzahl der einzunehmenden Medikamente macht es älteren Menschen schwer, die Anweisungen des Arztes zu befolgen. Oft wird ein Medikament einfach vergessen. Wer schlecht sieht oder wenig Kraft in den Händen hat, scheitert manchmal schon daran, dass er die Verpackung des Arzneimittels nicht öffnen kann. Chronisch Kranke hingegen folgen zunächst sehr gewissenhaft ihrer verordneten Therapie. Nach drei bis sechs Monaten verlässt Viele jedoch das Durchhaltevermögen.

Manche Patienten haben die Vorstellung, dass sie sich „etwas Gutes“ tun, wenn sie ab und zu ihre Medikamente nicht nehmen. Apotheker sprechen bei diesem Phänomen von den „Drug-Holidays“, die man sich gönnt. Dass eine solche Auszeit eine Gefahr für die Gesundheit darstellt und den Therapieerfolg gänzlich in Frage stellt, ist vielen Patienten gar nicht bewusst.

Wer nach Durchsicht des Beipackzettels unsicher geworden ist, sollte nicht das Medikament absetzen, sondern zunächst einen Apotheker befragen. Grundsätzlich sollten Betroffene oder auch Familienmitglieder gleich am Anfang der Therapie einen Beratungstermin bei ihrem Apotheker vor Ort vereinbaren. Der Apotheker unterstützt den Patienten, dass die vom Arzt verordnete Therapie auch umgesetzt wird. Er erklärt noch einmal die genaue Wirkungsweise des Arzneimittels, weist auf Nebenwirkungen hin und wie mit diesen umzugehen ist. Wird ein Medikament nicht gut vertragen, sollte es auf keinen Fall ohne Rücksprache mit dem Arzt abgesetzt werden. In einem solchen Fall ist ein weiterer Besuch beim Arzt unumgänglich, um nach einer Alternative zu suchen.

Nimmt z.B. ein Typ-2-Diabetiker seine Medikamente nicht ein, muss dieser mit schweren Folgeerkrankungen rechnen, die aufwendiger zu therapieren sind, als der Diabetes selbst. Noch immer kommt es wegen mangelnder Therapietreue zu Amputationen bei Diabetikern.

Apotheker empfehlen das Führen eines Patiententagebuchs, in das der Patient seine Blutdruckwerte oder Blutzuckerwerte während der Therapie einträgt und somit den Effekt der Medikation erkennen kann.

Patienten mit Einschränkungen in Kraft und Beweglichkeit der Hände unterstützt der Apotheker mit Hilfsmitteln wie Greif- oder Schraubhilfen, Öffnern für Blister oder Tablettenteilern. Tablettendosierhilfen mit Unterteilungen für einen Tag oder eine Woche sind weit verbreitet. Es gibt aber auch elektronische Pillenboxen mit Erinnerungsfunktion. Moderne Handys können ebenfalls als Erinnerungshilfe fungieren. Grundsätzlich sollte die Einnahme der Medikamente mit täglichen Routinehandlungen wie dem Frühstück verbunden werden.

Sollen Medikamente helfen, sind eine gute Kommunikation zwischen Arzt, Patient und Apotheker und ein gutes Vertrauensverhältnis unerlässlich. Der Patient muss seine Krankheit verstehen und auch den Nutzen der Therapie für seine Gesundheit.

Der Apothekerkammer Niedersachsen gehören rund 7.000 Mitglieder an. Der Apotheker ist ein fachlich unabhängiger Heilberufler. Der Gesetzgeber hat den selbstständigen Apothekern die sichere und flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln übertragen. Der Beruf erfordert ein vierjähriges Pharmaziestudium an einer Universität und ein praktisches Jahr. Dabei erwirbt der Studierende Kenntnisse in pharmazeutischer Chemie und Biologie, Technologie, Pharmakologie und Toxikologie. Nach drei Staatsexamina erhält er eine Approbation. Nur mit dieser staatlichen Zulassung kann er eine öffentliche Apotheke führen. Der Apotheker fertigt individuelle Rezepturen an, erklärt die korrekte Einnahme von Medikamenten, warnt vor Wechselwirkungen und garantiert diese Versorgung auch im Nacht- und Notdienst.

Quelle: www.apothekerkammer-niedersachsen.de

 

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Feinstaub – Gesundheitsschäden auch unterhalb des Grenzwertes

Aktualisiert (Donnerstag, den 12. April 2012 um 16:46 Uhr) Montag, den 12. März 2012 um 11:08 Uhr

Straßennähe gefährdet Kinderlungen: Das Risiko, an Asthma zu erkranken, ist umso höher, je stärker die Luft am Wohnort mit Feinstaub aus dem Straßenverkehr belastet ist. aboutpixel.de / im stau sehen © mr.nico

Straßennähe gefährdet Kinderlungen: Das Risiko, an Asthma zu erkranken, ist umso höher, je stärker die Luft am Wohnort mit Feinstaub aus dem Straßenverkehr belastet ist.
aboutpixel.de / im stau sehen © mr.nico

Dicke Luft in Deutschland: Die Feinstaubwerte lagen auch 2011 an vielen Messstationen jenseits des zulässigen Grenzwertes

(Marburg, 5. März 2012) Mit Studien zu den gesundheitlichen Auswirkungen von Feinstaub lassen sich inzwischen ganze Bibliotheken füllen: Der Dreck aus Fabrikschloten und Autoauspuffen verkürzt das Leben der Menschen in stark belasteten Gebieten um eineinhalb Jahre. Dies haben epidemiologische Untersuchungen ergeben. Doch trotz der erschreckenden Ergebnisse immer neuer Studien zu den gesundheitlichen Auswirkungen – die Bemühungen für eine bessere Luft scheinen nicht auszureichen.

Belastung durch Feinstaub - neue Daten für das Jahr 2011
Das Umweltbundesamt wertet die Daten zur Feinstaubbelastung aus den Messnetzen der Länder und des Umweltbundesamtes jährlich aus. Die vorläufigen Daten für das Jahr 2011 zeigen, dass an jeder fünften Messstation an mehr als 35 Tagen die gesetzlich festgelegten Grenzwerte überschritten wurden. Dies geschah vor allem an stark vom Verkehr beeinflussten Standorten in Städten und Ballungsräumen.
Im Mittel lagen die Feinstaub-Konzentrationen im vergangenen Jahr über dem Niveau der vorangegangenen vier Jahre – trotz aller Bemühungen wie der Einrichtung von Umweltzonen. Denn in der ersten Stufe sperren Umweltzonen nur sehr wenige Autos aus, so dass dort auch kaum nennenswerte Verbesserungen aufgrund der Umweltzonen zu erwarten sind.

Und auch der Trend zum Heizen mit Holz hat eine Nebenwirkung: Beim Verbrennen entsteht unter anderem Staub, der in die Luft gelangt und zu über 90 Prozent aus Feinstaub besteht. Seit März 2010 gelten daher neue gesetzliche Regelungen, die dazu beitragen, beim Betreiben von Kamin- und Kachelöfen, Schadstoffe zu vermin-dern.

Auswirkungen der kleinen Partikel auf die Gesundheit
Die feinen, mit dem Auge nicht sichtbaren Staubpartikel dringen beim Einatmen bis in die Lunge ein. Sie schaden aber nicht nur dem Atemorgan. Feinstaub verdoppelt laut Studien die Rate tödlicher Herzinfarkte, erhöht den Blutdruck, verringert die Lungenkapazität bei Kindern und begünstigt Asthma. Außerdem stehen die kleinen Partikel im Verdacht, Krebs zu erzeugen, die Hautalterung zu beschleunigen und Schlagan-fälle zu begünstigen.

Gesundheitsgefährdung schon unterhalb des Grenzwertes
Letzteres ist aber nicht nur bei starker Belastung der Fall: Eine aktuelle amerikanische Studie fand Hinweise dafür, dass schon Feinstaub-Werte, die nach den bisherigen Grenzwerten als harmlos eingestuft werden, das Schlaganfallrisiko deutlich erhöhen. Und auch für die Lungenkrankheit COPD gibt es keinen „Grenzwert“: Das konnte die Münchner Helmholtz-Gesellschaft in einer Langzeitstudie mit mehr als 4.800 Teilnehmern zeigen: Steigt die Partikel-Konzentration um sieben Mikrogramm, erhöht sich die Zahl der COPD-Fälle um 33 Prozent. Besonders gefährdet sind der Studie zufolge Menschen, die an dicht befahrenen Straßen leben.

Weitere Informationen:
Aktuelle Feinstaub-Tageswerte finden Interessierte unter: Opens external link in new windowhttp://www.umweltbundesamt.de/luft/schadstoffe/feinstaub_aktuell.htm

Den Ratgeber „Heizen mit Holz“ vom Umweltbundesamt findet man unter:
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Quelle: www.dgk.de